Geboren 1968, alleinstehend, seit 2015 berentet.
Symptome
- Depressionen (schon als Kind),
- selbstverletztends Verhalten (Rauchen, früher Alkoholabhängigkeit in der jungen Erwachsenzeit, jetzt trocken, schädigende Liebesbeziehungen, Sucht allgemein),
- Ängste, generalisiert und Sozialphobie, seit Absetzen von Ecitalopram Panik bei Früherwachen, sozialer Rückzug,
- quälende Schmerzen in der Brustwirbelsäule ohne Befund, Gelenkschmerzen, Lymphödem linkes Bein.
Lebensereignisse/Medikamente
1999: Suizid des Vaters, der lange depressiv war und valiumabhängig, drei Tage nach der Ersteinnahme von Trevilor/nach seinem ersten Besuch bei einem Neurologen.
2005: fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs, Chemotherapie mit Cisplatin und Bestrahlungen. Aufgrund der Belastung das erste Mal LORAZEPAM (1mg), damals täglich.
2010 - 2015: TRAMADOLabhängikeit, Dosissteigerung von 200mg - 600 mg täglich. 2015 zu Hause kleinschrittig abdosiert. Hat am Anfang gut gegen Schmerzen und Depression gewirkt. Die Wirkung war immer kürzer und danach verschlimmerten sich alle psychischen und körperlichen Symptome.
2015 - 2016: ECITALOPRAM (erst 5mg, dann 10mg), weil es nichts brachte nach einem halben Jahr nicht wie empfohlen (kannte das Forum noch nicht) ausgeschlichen, erst 5mg, dann 5mg alle zwei Tage... Hatte schon beim Einschleichen viele Symptome, dachte an Erstverschlechterung, aber im Endeffekt hat es mir nicht geholfen. Ich denke, ich bin im protahierten Entzug. Früher lag ich depressiv viel im Bett, jetzt bin ich eher getrieben und komme nicht zur Ruhe.
Dezember 2016: Tod meiner geliebten Mutter (78), die nie zum Arzt wollte (Multiorganversagen auf der Intensivstation nach künstlichem Koma).
2014 - 2019 PREGABALIN (150mg) alle 2 bis 3 Tage, LORAZEPAM (1mg) alle 2 bis 3 Tage. Bedarf wäre mehr da, aber ich will die Abhängigkeit loswerden. Früher mal mehr, teilweise täglich, einen Tag PREGABALIN, einen Tag LORAZEPAM.
Seit 2015 : KRATOMabhängig, hat zunächst gut gegen Gelenkschmerzen, Ängste und Depressionen geholfen. Dosissteigerung leider nötig, aber nicht solche Nebenwirkungen wie beim ECITALOPRAM.
Anfang 2018: Tod meiner besten Freundin (82), lange Spiegeltrinkerin, an Leberversagen verstorben. Habe mit ihr eine schwierige, aber auch erfüllte Zeit durchgestanden.
Mein Ziel
vor allem PREGABALIN so selten wie möglich nehmen, weil es nach Abklingen der Wirkung eine Symptomverschlechterung bringt (Schmerzen, Ängste, Wut). Ich nehme auch kleinere Dosierungen als früher (25mg). Manchmal ist es aber nicht auszuhalten, bin mir nicht sicher, von was ich nun körperlich abhängig bin, psychisch abhängig bin ich sowieso.
Psychisch muss ich mich nach den Todesfällen stabilisieren, damit ich auch weniger rauche und Kratom nehme. Nie wieder Antidepressiva!
Was auch noch hilft ist Kraft aus der Natur: CBD-Tropfen, Lavendelöl-Kapseln.
seit August 2018 2020 runterdosiert von ca. 40g Kratom auf 10g. Es hilft mir sehr gegen meine Schmerzen. Ich muss jedoch meine Toleranz senken.
Danke, dass es dieses Forum gibt. Sonst wäre ich nicht darauf gekommen, dass der Entzug des ECITALOPRAMs noch immer Probleme macht.
