Hey ihr Lieben,
ich habe hier ein paar Studien gefunden zur Wechselwirkung von Rauchen und Olanzapin bzw Clozapin:
In dieser Meta-Untersuchung mit über 1000 Teilnehmern wurde festgestellt, dass Raucher eine 30% höhere Dosierung Olanzapin und eine 50% höhere Dosierung Clozapin benötigen für die nahezu selben Plasmaspiegel:
https://bmjopen.bmj.com/content/4/3/e004216
Auf nächstem Link wurden ein paar kleinere Studien zusammengetragen. Hier wird gesagt, dass man, sollte man aufhören zu Rauchen, die Dosierung von Clozapin und Olanzapin um 36% reduzieren sollte. Auch wichtig, was hier genannt wird: Die erhöhte Clearance liegt nicht am Nikotin per se, sondern an den anderen Stoffen im Zigarettenrauch, die die CYP P450 Enzyme beeinflussen. Eine Umstellung auf Nikotinersatzprodukte hat also den selben Effekt auf die Medikamente, wie ein Kaltentzug der Zigaretten:
https://www.medsafe.govt.nz/profs/PUArt ... icines.htm
Hier ebenfalls eine Meta-Studie, glaube ich (?) Ich sehe leider nicht wirklich, auf welche Studien sich diese Zusammenfassung bezieht. Aber auch hier wird gesagt, dass Nichtraucher eine 30-40% geringere Dosis von Olanzapin benötigen als Raucher, um die selben Plasmaspiegel zu haben.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20233914/
Liebe Grüße!
Rauchen, Psychopharmaka und Entzug
-
Gaebbi
- Beiträge: 348
- Registriert: 04.10.2019 20:51
- Hat sich bedankt: 4 Mal
- Danksagung erhalten: 4 Mal
Re: Rauchen, Psychopharmaka und Entzug
persönliche Vorgeschichte:
Seit November 2019 Phasenweise Depressionen und durchgehend starke Anhedonie. Da Anhedonie nicht besser wird, Versuch eines
- Olanzapin Entzugs:
0mg Olanzapin seit dem 23.6.21!
Aktuell noch 10mg Fluoxetin
► Text zeigen
- Olanzapin Entzugs:
► Text zeigen
Aktuell noch 10mg Fluoxetin
-
Gaebbi
- Beiträge: 348
- Registriert: 04.10.2019 20:51
- Hat sich bedankt: 4 Mal
- Danksagung erhalten: 4 Mal
Re: Rauchen, Psychopharmaka und Entzug
Hey ihr Lieben 
ich bin zur Zeit dabei, Olanzapin auszuschleichen und habe vor kurzem auch mit dem Rauchen aufgehört.
Ich war bei 0,9mg, als ich mit dem Rauchen aufgehört habe, und habe die Dosis zunächst so gelassen, aus Angst vor Entzugssymptomen. Bin dann nach 3 Tagen auf 0,8mg gegangen, nach weiteren 5 Tagen auf 0,65mg und weitere 4 Tage später auf 0,6mg. Selbst mit den 0,6mg spüre ich mehr Nebenwirkungen des Olanzapins als auf 0,9mg + Rauchen (vor allem Anhedonie, Sedierung, Hunger).
Entzugssymptome hatte ich kurz leicht für einen Tag, aber das hat sich sehr schnell wieder eingefangen.
Das war insgesamt eine 33% Reduktion, und ich werde heute noch weiter auf 0,5mg reduzieren. Das wird aber ziemlich sicher für einen niedrigeren Plasmaspiegel sorgen als bei 0,9mg + Rauchen und Entzugssymptome hervorrufen.
Ich kann hier natürlich keine direkten Empfehlungen aussprechen, da natürlich jeder anders reagiert und auch die Plasmalevel von vielen verschiedenen Faktoren abhängen. Ich denke aber, dass eine 30-40% Reduktion des Olanzapins, wie hier von vielen Studien empfohlen, sehr genau hinhaut.
Wichtig ist auch, dass ich in den ersten 3 rauchfreien Tagen, in der ich auf der selben Dosis geblieben bin, starke Symptome hatte! Vermutlich durch eine zu starke indirekte Dosiserhöhung, welche ebenso wie zu große Reduktionen starke Symptome hervorrufen kann! Ich würde es also als sicherer einstufen, bei Rauchstopp die Olanzapin Dosis zu verringern!
Liebe Grüße, bei irgendwelchen Fragen antworte ich gerne!
ich bin zur Zeit dabei, Olanzapin auszuschleichen und habe vor kurzem auch mit dem Rauchen aufgehört.
Ich war bei 0,9mg, als ich mit dem Rauchen aufgehört habe, und habe die Dosis zunächst so gelassen, aus Angst vor Entzugssymptomen. Bin dann nach 3 Tagen auf 0,8mg gegangen, nach weiteren 5 Tagen auf 0,65mg und weitere 4 Tage später auf 0,6mg. Selbst mit den 0,6mg spüre ich mehr Nebenwirkungen des Olanzapins als auf 0,9mg + Rauchen (vor allem Anhedonie, Sedierung, Hunger).
Entzugssymptome hatte ich kurz leicht für einen Tag, aber das hat sich sehr schnell wieder eingefangen.
Das war insgesamt eine 33% Reduktion, und ich werde heute noch weiter auf 0,5mg reduzieren. Das wird aber ziemlich sicher für einen niedrigeren Plasmaspiegel sorgen als bei 0,9mg + Rauchen und Entzugssymptome hervorrufen.
Ich kann hier natürlich keine direkten Empfehlungen aussprechen, da natürlich jeder anders reagiert und auch die Plasmalevel von vielen verschiedenen Faktoren abhängen. Ich denke aber, dass eine 30-40% Reduktion des Olanzapins, wie hier von vielen Studien empfohlen, sehr genau hinhaut.
Wichtig ist auch, dass ich in den ersten 3 rauchfreien Tagen, in der ich auf der selben Dosis geblieben bin, starke Symptome hatte! Vermutlich durch eine zu starke indirekte Dosiserhöhung, welche ebenso wie zu große Reduktionen starke Symptome hervorrufen kann! Ich würde es also als sicherer einstufen, bei Rauchstopp die Olanzapin Dosis zu verringern!
Liebe Grüße, bei irgendwelchen Fragen antworte ich gerne!
persönliche Vorgeschichte:
Seit November 2019 Phasenweise Depressionen und durchgehend starke Anhedonie. Da Anhedonie nicht besser wird, Versuch eines
- Olanzapin Entzugs:
0mg Olanzapin seit dem 23.6.21!
Aktuell noch 10mg Fluoxetin
► Text zeigen
- Olanzapin Entzugs:
► Text zeigen
Aktuell noch 10mg Fluoxetin