Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Anafranil und Gewichtszunahme

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
puss in boots
Beiträge: 11
Registriert: 11.12.2004 02:13

Anafranil und Gewichtszunahme

Beitrag von puss in boots »

Hallo,

ich bin neu hier, das heisst eigentlich lese ich schon seit etwas über 1 Jahr im Forum mit, aber das hier ist mein erster eigener Beitrag :)

Ich bin männlich, 25 Jahre alt und leide, angeblich, an einer leichten Form von Sozialphobie (leicht sage ich jetzt mal, da ich keinerlei Probleme habe, nur etwas unsicher im Umgang mit Menschen bin, wenn es um die persönliche Ebene geht).
Ein grosses Problem aber stellt meine, jetzt innerhalb von 4 Jahren zum 2. Mal aufgetretene Depression dar.

Zum ersten Mal hat es mich vor 4 Jahren, im Sommer 2000 erwischt.
Damals wurde es jedoch nicht richtig diagnostiziert. Die Depression
ist schliesslich nach ca. 1/2 Jahr auch unbehandelt wieder verschwunden. Dann hatte ich Ruhe bis zum September letzten Jahres und es begann erneut, diesmal etwas schlimmer und hartnäckiger.
Ich hatte mich aber zwischenzeitlich informiert, und konnte das Ganze als Depression identifizieren, deswegen bin ich auch direkt zum Facharzt gegangen.
Man hat mir eine entsprechende Psychotherapie nahegelegt und ausserdem ein noch Medikament empfohlen, ich wollte es aber erstmal
nur mit Psychotherapie probieren. Bekam auch sofort einen Therapieplatz, und oh Wunder, die "Chemie" zwischen dem Therapeuten und mir scheint wirklich zu stimmen, Volltreffer.
Allerdings habe ich mich wenig später dann doch für ein Medikament entschieden, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.
Ich war agitiert, konnte überhaupt nicht schlafen, Appetit war schlecht,
ich hatte das Zeitgefühl verloren und litt unter Derealisation.
Ich bekam Anafranil (CLomipramin 75 mg) empfohlen, und ich sollte es in meinem Fall ganz langsam, in 10 mg-Schritten, über mehrere Wochen einschleichen, bis ich bei 75 mg angelangt wäre.
Nach ca. 1 Woche auf der 75 mg-Dosis liessen alle Beschwerden allmählich nach, bis zum heutigen Zeitpunkt betrachte ich mich quasi als geheilt und plane, das Medikament im kommenden Frühjahr abzusetzen.

Übrigens, ich glaube, das Medikament macht mich in sozialen Situationen auch etwas lockerer, wäre nachvollziehbar, da es
ja auch gegen spezifische Phobien wirken soll.

Aaaaaber: ich habe innerhalb der letzten 12 Monate ca. 15 Kilo zugenommen ...
jetzt weiss ich aber nicht, ob dafür alleine das Medikament
verantwortlich ist, denn ich habe etwa zeitgleich mit der Einnahme des Medikamentes auch meinen Job verloren und sportlichen Aktivitäten wie Schwimmen oder Walking (davor sehr häufig praktiziert) bin ich auch nicht mehr nachgegangen. Ernährung ist auch nicht unbedingt optimal, halt häufig Fastfood.

Interessant ist:
vor 4 Jahren befand ich mich in einer ähnlichen Situtation, war damals auch arbeitslos (wurde nach Ausbildung nicht übernommen) und habe, bis ich nach dem Zivildienst wieder berufstätig war, ebenbfalls ca. 15 Kilo zugelegt, aber ohne irgendein Medikament zu nehmen.
Meine Ärztin meint auch, das liege nicht alleine am Anafranil.

Ich würde nun gerne versuchen, die 15 Kilo Gewicht wieder abzubauen.
Frage an Euch: ist das auf dem Medikament überhaupt möglich oder sinnvoll, das zu probieren?
Hättet ihr ein paar Tipps für mich?

Viele Grüße

puss in boots
SandraF
Beiträge: 258
Registriert: 24.05.2004 22:29

Beitrag von SandraF »

Hallo puss in boots,

willkommen im Forum. Sicher spielt Anafranil bei der Gewichtszunahme
eine Rolle. Aber warum probierst du es nicht einfach aus, deine Ernährung umzustellen und wieder mehr Sport zu treiben, schaden wird das jedenfalls ganz bestimmt nicht. :wink: Weniger Fett, Süßigkeiten, Alkohol usw. dafür mehr Gemüse, mageres Fleisch und Bewegung. :)

Dass du das Medikament im Frühjahr ausschleichen willst, ist eine gute Sache, mache es aber lieber ganz langsam. Viel Erfolg auch für deine Psychotherapie!

Viele Grüße
Sandra
francisco
Beiträge: 48
Registriert: 12.06.2004 00:27

Beitrag von francisco »

hi puss,

das man von medis zunehmen kann?

und ob!

mein beispiel, ich war mein lebenlang immer dünn, die letzten 8 jahre (bei 1,84 cm) wog ich immer um die 75 kg.
seit ich remergil zu mir nehmen muss (freiwillig nimmt keiner diese scheisse ein :wink: ) wieg ich heute 88 - 89 kg.

wie du siehst ist der fall klar.

lg

francisco
Gesperrt