Warum ist es eine Schande Antidepressiva zu nehmen?
Warum ist es eine Schande Antidepressiva zu nehmen?
Beim Lesen der Beiträge ist mir aufgefallen, das oft negativ über Antidepressiva gesprochen wird und man sie so schnell wie möglich wieder los bekommen sollte um nicht von den Pharmafirmen abhängig zu werden. Ich sehe das etwas anders. Durch Antidepressiva (erst Cipramil und Remergil und jetzt nur noch Remergil 45 mg während längerem Psychatrieaufenthalt; Neben den Medikamenten hat mir auch die Gruppentherapie,Musik, Sport, der Glaube zu Gott und Freunde geholfen) ist mein Leben wieder lebenswert gewurden, wobei ich dachte, das ich aus diesem Loch nie nie wieder rauskomme. Ich erfuhr, das mein Großvater auch seit dem 19. Lebensjahr an Depressionen litt, diese aber wegen dem damaligen Entwicklungsstand der Medizin nicht wirklich wirkungsvoll geheilt werden konnten. Ich bin ehrlich gesagt sehr froh darüber das es die "bösen" Pharmafirmen gibt und Forscher, die diese Medikamente entwickeln. Viele Menschen mit anderen Krankheiten sind auch auf Medikamente angewiesen, die sie immer nehmen müssen (Bsp.Diabetes oder ähnliches) Ausserdem denke ich an Menschen mit einem Nierenschaden, die in ihrem Leben durch die Dialyse viel viel mehr eingeschränkt werden als ich durch die tägliche Einnahme einer Tablette. Und von den Diabetikern versucht ja auch keiner die Insulinzufuhr auszuschleichen. sind diese Menschen etwa auch von dem "Teufelszeug " Insulin abhängig??(siehe Eintrag "Teufelszeug Remergil") Es klingt zwar jetzt etwas an den Haaren herbeigezogen, da man das sicher nicht unmittelbar vergleichen kann, aber vielleicht hat das Gezeter mit dem "Absetzenmüssen" auch mit der immer noch vorherschenden Tabuisierung von Psychischen Krankheiten zu tun. Ich selbst habe nichts gegen die Tabletten und werde sie sicher noch eine Weile nehmen. Außerdem gebe ich mir die Erklärung, daß es bei mir eine hormonelle Veranlagung gibt, deren Auswirkungen ich eventuell wieder herauf beschwöre, wenn ich das Antidepressivum nicht mehr nehme. Sicher machen die Pharmafirmen mit den Medikamenten Geld, aber es hat ja seine Berechtigung, denn nur bei Kranken wirkt es und man sollte mal darüber nachdenken, wenn es die Möglichkeit des Einnehmens der Antidepressiva nicht gäbe! Für meine jetzige Lebensqualität und Psychische Gesundheit nehme ich die Einnahme der Antidepressiva gern in Kauf. Mich würde interessieren was ihr so darüber denkt und warum viele von Euch durch das Absetzen meiner Meinung nach sehr große Unsicherheiten und Rückfallängste in Kauf nehmen.
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Hannes Wien
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Hallo Lilofee!
Das Forum wurde gegründet um Menschen die große Probleme mit den Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen von Antidepressiva haben zu helfen.
Ich fühle mich nach 2 Monaten Remergil 0 noch immer von diesem Teufelszeug abhängig da ich noch immer sehr starke Entzugserscheinungen davon habe, die mir schlussendlich meinen Job gekostet haben.
Außerdem hat man im deutschsprachigen Raum komplett verabsäumt Ärzte auf Risiken und Entzugserscheinungen bei AD zu schulen – Deswegen gibt es das Forum.
Liebe Grüße
Hannes
Das Forum wurde gegründet um Menschen die große Probleme mit den Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen von Antidepressiva haben zu helfen.
Ich fühle mich nach 2 Monaten Remergil 0 noch immer von diesem Teufelszeug abhängig da ich noch immer sehr starke Entzugserscheinungen davon habe, die mir schlussendlich meinen Job gekostet haben.
Außerdem hat man im deutschsprachigen Raum komplett verabsäumt Ärzte auf Risiken und Entzugserscheinungen bei AD zu schulen – Deswegen gibt es das Forum.
Liebe Grüße
Hannes
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CloneX
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Hallo Lilofee,
wir hatten die Diskussion bereits öfter, deswegen will ich da auch nicht so detailiert wieder drauf eingehen.
Es hat hier keiner was gegen die Medikamente - wir sind froh über jeden Fortschritt. Wir haben was dagegen, wie diese Medikamente eingesetzt werden und wie die Pharmaindustrie versucht Nebenwirkungen zu vertuschen.
In diesem Forum siehst du viele Menschen die durch diese Medikamente durch die Hölle gegangen sind. Mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen oder Entzugserscheinungen die du dir nicht mal vorstellen kannst. Und obwohl mitlerweile tausende von Menschen davon betroffen sind gucken einen 95% der Ärzte immer noch an wie ein Auto.
Der Insulinvergleich hingt - aber das hatten wir auch schon diskutiert.
Am besten schaust du dich ein wenig im Forum um und schaust dir auch die Informationen an. Es ist mühsam sich immer wieder zu rechtfertigen.
Es will dir hier auch keiner einreden dass es eine Schande sei, wenn du Antidepressiva nimmst. Ist doch schön wenn sie dir helfen.
Es gibt aber auch viele Gründe warum Menschen die Medikamente absetzen wollen:
-Sie fühlen sich besser und wollen es ohne probieren
-Unbekannte Spätfolgen
-Zunahme von Nebenwirkungen die den Vorteil überwiegen
-Schwangerschaft
-Nachlassen der Wirkung
-...
Und wenn du dann absetzt und plötzlich Entzugserscheinungen kriegst, die alles vorherige in den Schatten stellen - dann ändert sich die Meinung sehr schnell über die Medikamente.
Du kannst Glück haben, das Zeug 6 Jahre nehmen und Absetzen ohne Probleme. Oder du has Pech, nimmst es 3 Wochen und leidest Monate lang unter schwersten Folgen der Medikamente. Beide Extrema sind möglich. Deswegen respektiere das bitte auch.
Alles in allem kannst du dir eine Frage stellen: "Findest du es okay, dass die Pharmaindustrie schwerwiegende Nebenwirkungen verheimlicht ?"
Ramble...ramble...wie gesagt,schau dich hier um, viele Fragen sollten sich dann von alleine beantworten. Du kannst auch gerne die Suchfunktion benutzen (z.b. nach "Insulin")
wir hatten die Diskussion bereits öfter, deswegen will ich da auch nicht so detailiert wieder drauf eingehen.
Es hat hier keiner was gegen die Medikamente - wir sind froh über jeden Fortschritt. Wir haben was dagegen, wie diese Medikamente eingesetzt werden und wie die Pharmaindustrie versucht Nebenwirkungen zu vertuschen.
In diesem Forum siehst du viele Menschen die durch diese Medikamente durch die Hölle gegangen sind. Mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen oder Entzugserscheinungen die du dir nicht mal vorstellen kannst. Und obwohl mitlerweile tausende von Menschen davon betroffen sind gucken einen 95% der Ärzte immer noch an wie ein Auto.
Der Insulinvergleich hingt - aber das hatten wir auch schon diskutiert.
Am besten schaust du dich ein wenig im Forum um und schaust dir auch die Informationen an. Es ist mühsam sich immer wieder zu rechtfertigen.
Es will dir hier auch keiner einreden dass es eine Schande sei, wenn du Antidepressiva nimmst. Ist doch schön wenn sie dir helfen.
Es gibt aber auch viele Gründe warum Menschen die Medikamente absetzen wollen:
-Sie fühlen sich besser und wollen es ohne probieren
-Unbekannte Spätfolgen
-Zunahme von Nebenwirkungen die den Vorteil überwiegen
-Schwangerschaft
-Nachlassen der Wirkung
-...
Und wenn du dann absetzt und plötzlich Entzugserscheinungen kriegst, die alles vorherige in den Schatten stellen - dann ändert sich die Meinung sehr schnell über die Medikamente.
Du kannst Glück haben, das Zeug 6 Jahre nehmen und Absetzen ohne Probleme. Oder du has Pech, nimmst es 3 Wochen und leidest Monate lang unter schwersten Folgen der Medikamente. Beide Extrema sind möglich. Deswegen respektiere das bitte auch.
Alles in allem kannst du dir eine Frage stellen: "Findest du es okay, dass die Pharmaindustrie schwerwiegende Nebenwirkungen verheimlicht ?"
Ramble...ramble...wie gesagt,schau dich hier um, viele Fragen sollten sich dann von alleine beantworten. Du kannst auch gerne die Suchfunktion benutzen (z.b. nach "Insulin")
Angst vorm Absetzen...
Danke für deine Antwort, jetzt habe ich etwas mehr Durchblick, was das Forum betrifft. Auch was die Medikamente betrifft. Ich selber werde mir die Frage des Absetzen müssen sicher auch noch in ein paar Jahren stellen, und weiß durch die vielen verschiedenen Erfahrungsberichte hier gar nicht was mich erwartet. Ich habe auch mit Ärzten nicht großartig darüber gerdetet, aber du hast Recht als sie mir Cipramil abgesetzt haben, führten sie meine 2 Wöchige Krise (dachte ich stehe wieder am Anfang, war völlig neben mir, habe mich aber glücklicher weise mit Schlittschuhfahren und Freunden raus geholt) überhaupt nicht auf das Medikamenten absetzen zurück, da ich doch durch Remergil genug "abgesichert" sei. Aber ich bin mir sicher das die Krise größtenteils durch die Medikamente war, bevor es abgesetzt wurde fühlte ich mich aber auch ziehmlich überdreht und so. Meinst du die Tabletten verändern mich? Eigentlich fühle ich mich total wie ich selbst,...ich habe auch Angst, das es mir nach Jahrelangem Gebrauch wieder schlechter geht und ich wieder in die Depression falle!!
Aber die Angst hat hier bestimmt jeder,,,Ich habem mir vorgenommen mehr über die Wirkungsweise der Tabletten rauszufinden, um ein bißchen besser zu wissen, was sie bewirken. Meinst du das bringt was?
Schönen Abend noch.
Aber die Angst hat hier bestimmt jeder,,,Ich habem mir vorgenommen mehr über die Wirkungsweise der Tabletten rauszufinden, um ein bißchen besser zu wissen, was sie bewirken. Meinst du das bringt was?
Schönen Abend noch.
Hallo Lilofee,
ich wollte dir nur mitteilen das ich deine Meinung teile.
Ich leide seit Jahren an einer sozialen Phobie und durch das Fluoxetin habe ich wieder die Lebensqualität wie früher.
Ich habe natürlich Angst das die Wirkung irgendwann nachlässt, aber momentan bin ich froh über jeden neuen Tag.
Fluoxetin hat meine Depressionen und meine Antriebslosigkeit und Hoffnungslosigkeit vertrieben, leider ist die Angst geblieben, deshalb werde ich evtl. zu Paroxetin oder Escitalopram wechseln.
Wenn jemand Erfahrung mit so einem Wechsel hat, ich bin für jeden Erfahungsbericht dankbar.
Ich bin auch sehr interessiert an den Wirkungsweisen der Medikamente, falls du irgendwelchen Infos hast, wäre ich über eine Mail von dir sehr dankbar (links o.ä.)
Viele Grüsse
ich wollte dir nur mitteilen das ich deine Meinung teile.
Ich leide seit Jahren an einer sozialen Phobie und durch das Fluoxetin habe ich wieder die Lebensqualität wie früher.
Ich habe natürlich Angst das die Wirkung irgendwann nachlässt, aber momentan bin ich froh über jeden neuen Tag.
Fluoxetin hat meine Depressionen und meine Antriebslosigkeit und Hoffnungslosigkeit vertrieben, leider ist die Angst geblieben, deshalb werde ich evtl. zu Paroxetin oder Escitalopram wechseln.
Wenn jemand Erfahrung mit so einem Wechsel hat, ich bin für jeden Erfahungsbericht dankbar.
Ich bin auch sehr interessiert an den Wirkungsweisen der Medikamente, falls du irgendwelchen Infos hast, wäre ich über eine Mail von dir sehr dankbar (links o.ä.)
Viele Grüsse
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CloneX
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@Lilofee:
Dich zu informieren kann nie schaden. Wissen ist sehr wichtig, gerade in diesem Bereich. Denn sich allein auf die Ärzte zu verlassen ist leider ein Glücksspiel. Lerne mehr über deine Krankheit als auch die Medikamente. Wichtig ist, dass du nicht jede Aussage überbewertest - sowohl die Krankheit als auch die Medikamenterfahrungen sind bei jedem anders. Aber durch verschiedenes Wissen kannst du später besser entscheiden was für dich zurtrifft.
Wenn du dich z.B. irgendwann ans Absetzen machst wird es wichtig sein, dass du auch zumindest gewisse Kentnisse über die Problematik hast - damit eben nicht Ärzte einfach entscheiden "Rückfall" oder ähnliches. Es kann auch einfach Entzug sein.
Angst in die Depression zurückzufallen hat jeder. Deswegen solltest du auch nicht untätig "herumsitzen" und dich nur auf die Medikamente verlassen. Vielleicht schaffst du es, selber mehr über deine Erkrankung und möglich Gründe zu erfahren, damit du etwas dagegen tun kannst.
Ob die Medikamente dich verändern kann ich nicht sagen. Ich selber habe auch erst nach dem Absetzen gemerkt, dass bestimmte Emotionen/Gefühle während Remergil gedämpfter waren.
@Sören:
Warum möchtest du unbedingt wechseln ? Sind die Ängste so stark ? Vielleicht kannst du die Kraft nutzen die dir Fluox gibt und an deinen Ängsten arbeiten. Ängste werden leider nicht durch die Medikamente "geheilt" - nur überdeckt. Letztendlich musst du also sowieso daran arbeiten.
Über die genaue Wirkungsweise gibt es leider gar nicht so viele aussagekräftige Informationen. Denn die meisten Effekte kann man heute noch gar nicht erklären. Warum wirken die Medikamente nur bei einem bestimmten Prozensatz von Patienten ? Warum treten bestimmte Nebenwirkungen auf und bei anderen nicht ? Warum gibt es bei manchen Menschen Entzugssymptome?
Auch die Hersteller schreiben oft nur "man vermutet".
Dich zu informieren kann nie schaden. Wissen ist sehr wichtig, gerade in diesem Bereich. Denn sich allein auf die Ärzte zu verlassen ist leider ein Glücksspiel. Lerne mehr über deine Krankheit als auch die Medikamente. Wichtig ist, dass du nicht jede Aussage überbewertest - sowohl die Krankheit als auch die Medikamenterfahrungen sind bei jedem anders. Aber durch verschiedenes Wissen kannst du später besser entscheiden was für dich zurtrifft.
Wenn du dich z.B. irgendwann ans Absetzen machst wird es wichtig sein, dass du auch zumindest gewisse Kentnisse über die Problematik hast - damit eben nicht Ärzte einfach entscheiden "Rückfall" oder ähnliches. Es kann auch einfach Entzug sein.
Angst in die Depression zurückzufallen hat jeder. Deswegen solltest du auch nicht untätig "herumsitzen" und dich nur auf die Medikamente verlassen. Vielleicht schaffst du es, selber mehr über deine Erkrankung und möglich Gründe zu erfahren, damit du etwas dagegen tun kannst.
Ob die Medikamente dich verändern kann ich nicht sagen. Ich selber habe auch erst nach dem Absetzen gemerkt, dass bestimmte Emotionen/Gefühle während Remergil gedämpfter waren.
@Sören:
Warum möchtest du unbedingt wechseln ? Sind die Ängste so stark ? Vielleicht kannst du die Kraft nutzen die dir Fluox gibt und an deinen Ängsten arbeiten. Ängste werden leider nicht durch die Medikamente "geheilt" - nur überdeckt. Letztendlich musst du also sowieso daran arbeiten.
Über die genaue Wirkungsweise gibt es leider gar nicht so viele aussagekräftige Informationen. Denn die meisten Effekte kann man heute noch gar nicht erklären. Warum wirken die Medikamente nur bei einem bestimmten Prozensatz von Patienten ? Warum treten bestimmte Nebenwirkungen auf und bei anderen nicht ? Warum gibt es bei manchen Menschen Entzugssymptome?
Auch die Hersteller schreiben oft nur "man vermutet".
Hallo Clonex,
ich habe gelesen das Fluoxetin keine Indikation bei sozialer Phobie hat, Paroxetin und Escitalopram aber schon.
Allerdings denke ich auch das man das nicht überbewerten sollte, trotzdem möchte man für sich natürlich das "optimale" Medikament finden.
Mein Artz würde mir das Paroxetin verschreiben, aber er konnte mir nicht sagen wie lange ich mit dem Fluoxetin aussetzen muss bis ich die erste Paroxetin-Kapsel einnehmen kann,
beide Mittel werden anscheinend über das gleiche Enzym abgebaut und somit können toxische Mengen angehäuft werden,
wie gefährlich das werden kann weiß ich nicht,
werd noch zu einem anderen Arzt gehen.
Viele Grüsse
ich habe gelesen das Fluoxetin keine Indikation bei sozialer Phobie hat, Paroxetin und Escitalopram aber schon.
Allerdings denke ich auch das man das nicht überbewerten sollte, trotzdem möchte man für sich natürlich das "optimale" Medikament finden.
Mein Artz würde mir das Paroxetin verschreiben, aber er konnte mir nicht sagen wie lange ich mit dem Fluoxetin aussetzen muss bis ich die erste Paroxetin-Kapsel einnehmen kann,
beide Mittel werden anscheinend über das gleiche Enzym abgebaut und somit können toxische Mengen angehäuft werden,
wie gefährlich das werden kann weiß ich nicht,
werd noch zu einem anderen Arzt gehen.
Viele Grüsse