Nehme seit Juni 04 Paroxetin 20 mg gegen Depressionen und soziale Phobie. Geholfen hat es nur gegen soziale Phobie etwas, gegen Depressionen überhaupt nicht, weswegen ich es jetzt auch absetze. Ich hab das "Gefühl" es unterdrückt sämtliche Gefühle bei mir. Zumindest verhindert es, dass sie bis ins Bewusstsein kommen...
Nachdem ich auf 10 mg reduziert hatte, bemerkte ich recht schnell die bekannten stromschlagartigen Missempfindungen, die sich vom Kopf bis zu den Händen wellenartig auszubreiten scheinen, besonders wenn ich die Augen oder den Kopf bewege. Kommt mir aber relativ harmlos vor. Ansonsten hatte ich manchmal noch Kopfweh, ähnlich einem leichten Kater nach zuviel Alkoholkonsum
So gegen Anfang Februar waren dann alle Nebenwirkungen größtenteils wieder weg. Habe dann weiter reduziert auf 5 mg, die ich bis heute noch nehme. In der zweiten Nacht nach dem reduzieren, hatte ich einen Albtraum aus dem ich aber nur mit leichten Angstgefühle aufgewacht bin. Das war das erstemal, dass ich wieder Angst beim Aufwachen spürte seit ich Paroxetin nehme. Am nächsten morgen, nach dem Aufwachen war ich noch in einer Art Halbschlaf für einige Zeit und auf einmal passierte etwas merkwürdiges. Ich hörte einen lauten Knall und elektrisches Knistern, was aus dem Inneren meines Kopfes zu kommen schien. Ich dachte ich wäre vom Blitz getroffen worden und bin mit starken Angstgefühle entgültig aufgewacht. Sowas hat sich zum Glück nicht wiederholt bis jetzt
Dafür war meine Stimmung bis vor kurzem noch starken Schwankungen unterworfen. Einen Tag war ich Aggressiv, dann depressiv, dann mal gut gelaunt was ganz schnell umschlagen konnte. Mittlerweile hat sich aber wieder die stabile aber quasi-gefühllose Stimmung eingestellt, die ich auch mit 20 mg hatte.
Ansonsten sind wieder die Kopfschmerzen und die Missempfindungen beim Kopfdrehen aufgetreten, sowie Schwitzen im Schlaf.
Auch das hat sich jetzt wieder reduziert, es scheint als hat sich der Körper an die knappen 5 mg gewöhnt.
Werde demnächst dann komplett absetzen. Bisher haben sich die Absetzsymptome bei mir ja in Grenzen gehalten. Zwar lästig, aber wenig dramatisch. Ich fürchte leider die volle Härte der Absetzsymptome wird erst beim letzten Schritt auf 0 mg und dann gleich mehrere Wochen auf einmal kommen
Oder glaubt ihr, es wird eher reibungslos verlaufen, aufgrund des bisherigen Verlaufs? Ich hoffe es ja...