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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Dane
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Dane »

Hallo an alle,

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/c ... 70928.html

"Charité-Mediziner - Schlafmittel sind besser als ihr Ruf

ein ganz seltsamer Artikel.
„Schlaftabletten haben das schlechteste Image auf der Welt.“


Aha! Warum könnte das der Fall sein?
Allerdings entfalten die Naturprodukte, die vor allem als Tabletten oder Tropfen verkauft werden, ihre volle Wirkung häufig nur bei hoher Wirkstoffdosierung und erst nach mehreren Wochen; viele Patienten verlieren die Geduld und setzen die Behandlung vorzeitig ab. Auch schlagen die Mittel keinesfalls bei jedem Patienten gleichermaßen an: Nur einer von 100 Patienten spricht laut Fietze auf eine entsprechende Therapie an.
Was bin ich für ein Glückspilz zu den 1% zu gehören, bei denen (zumindest Baldrian & Passionsblume) bei Bedarf eine eindeutige Wirkung entfalten 8-)
Vor allem der Konsum von Antidepressiva geht laut Mediziner Fietze häufig mit psychischen Nebenwirkungen einher. Wer nach der Einnahme zwar besser schläft, aber dafür mental völlig neben sich steht, sollte das Mittel sofort absetzen und umgehend seinen Arzt konsultieren.
Na immerhin! Die Chemie kommt am Schluss. Aber kein Wort über Schlafhygiene, Entspannungstechniken und das Abhängigkeitspotential von benzodiazepinähnlichen Substanzen. Eine einfache Recherche bei google/wikipedia hätte gereicht. Schade.

Gruß
Dane
In den Wintermonaten 12/13 und 13/14: Einnahme von Johanniskraut (Laif 900, nicht ausgeschlichen)

06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

[highlight=yellow]Was mir hilft:[/highlight] (oder zumindest nicht schadet)
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Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
und wenn es geht: viel Ruhe und Geduld :schnecke:
Dane
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Dane »

Hallo nochmal,
Psychotiker und schwer Depressive raus aus der Isolation, zurück ins Leben – die starken Nebenwirkungen von Psychopharmaka schienen dafür als Preis nicht zu hoch. Dieser Konsens bröckelt, seit immer mehr Kritiker behaupten, die Substanzen wirken nicht.
http://www.deutschlandfunk.de/psychopha ... _id=382585

Es bewegt sich was!

Viele Grüße
Dane
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Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod »

In meinen Augen ein Rückschritt :(

Zwangsbehandlung soll von der Zwangsunterbringung entkoppelt und zukünftig auch bei offenem stationärem Aufenthalt möglich sein.

http://news.doccheck.com/de/newsletter/ ... ment-64567
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Nietzsche-Ente
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Nietzsche-Ente »

Hallo,
Dane hat geschrieben:Es bewegt sich was!
endlich! Ich konnte kaum glauben, dass da tatsächlich so eine Sendung lief und habe dem Deutschlandradio auch eine Rückmeldung geschrieben... hoffentlich bleiben die an dem Thema dran.

Arianrhod hat geschrieben:In meinen Augen ein Rückschritt :(
Das sehe ich genauso :evil: der BPE hat dazu bereits einen kritischen Brief an die verantwortlichen Stellen verfasst. Man kann nur hoffen, dass es dafür offene Gehörgänge gibt :?


viele Grüße von der Ente.
:schnecke: :schnecke: :schnecke:
Dane
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Dane »

Hallo an alle,

Nicht wirklich überraschend, aber äußerst bedenklich.

http://www.taz.de/Medikamentenvergabe-i ... /!5399808/

Gruß
Dane
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod »

Nietzsche-Ente hat geschrieben:
Arianrhod hat geschrieben:In meinen Augen ein Rückschritt :(
Das sehe ich genauso :evil: der BPE hat dazu bereits einen kritischen Brief an die verantwortlichen Stellen verfasst. Man kann nur hoffen, dass es dafür offene Gehörgänge gibt :?

.
könntest du den Brief verlinken? würde mich sehr interessieren :)


Die Patientenverfügung könnte eine Zwangsbehandlung wohl verhindern, sie wird durch einen neuen Beschluss des BGH nochmals gestärkt :
Enthält die schriftliche Patientenverfügung eine Entscheidung über
die Einwilligung oder Nichteinwilligung in bestimmte ärztliche
Maßnahmen, die auf die konkret eingetretene Lebens- und
Behandlungssituation zutrifft, ist eine Einwilligung des Betreuers,
die dem betreuungsgerichtlichen Genehmigungserfordernis unterfällt,
in die Maßnahme nicht erforderlich, da der Betroffene diese
Entscheidung selbst in einer alle Beteiligten bindenden Weise
getroffen hat. Dem Betreuer obliegt es in diesem Fall nach § 1901 a
Abs.1 Satz 2 BGB nur noch, dem in der Patientenverfügung
niedergelegten Willen des Betroffenen Ausdruck und Geltung zu
verschaffen
und
Unmittelbare Bindungswirkung entfaltet eine Patientenverfügung im
Sinne des § 1901a Abs. 1 BGB nur dann, wenn ihr konkrete
Entscheidungen des Betroffenen über die Einwilligung oder
Nichteinwilligung in bestimmte, noch nicht unmittelbar bevorstehende
ärztliche Maßnahmen entnommen werden können (Senatsbeschluss BGHZ 2
02, 226 = FamRZ 2014, 1909 Rn. 29). Neben Erklärungen des Erstellers
der Patientenverfügung zu den ärztlichen Maßnahmen, in die er
einwilligt oder die er untersagt, verlangt der
Bestimmtheitsgrundsatz aber auch, dass die Patientenverfügung
erkennen lässt, ob sie in der konkreten Behandlungssituation Geltung
beanspruchen soll (vgl. MünchKommBGB/Schwab 7. Aufl. § 1901a Rn.19,
22). Eine Patientenverfügung ist nur dann ausreichend bestimmt, wenn
sich feststellen lässt, in welcher Behandlungssituation welche
ärztliche Maßnahmen durchgeführt werden bzw. unterbleiben sollen
.
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-b ... kument.pdf
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

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Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Dane »

Wer an einer psychischen Krankheit leidet, wird oft in eine Schublade gesteckt oder sogar ausgegrenzt. Die Wahrnehmung psychischer Erkrankungen hat sich seit den 90er Jahren nicht verbessert, sagt der Psychiater Georg Schomerus im Hörsaal.
https://dradiowissen.de/beitrag/psychol ... oder-sucht

Gruß
Dane
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Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Lana19 »

Hallo,

letzte Woche muss was im Fernsehen gewesen sein.....irgendein Beitrag mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über Depressionen.
Dass diese eine Entzündung seine und ganz "leicht" mit einem speziellen Antibiotika zu behandeln wären....

Eine Heilpraktikerin wo ich schon mal war rief mich gestern an und erzählte mir das. ABER - ich bin sehr sehr skeptisch. Wenn es SO einfach wäre....

Also sie meinte ich müsse nur das AB nehmen und wäre gesund :frust:
NEIN, sie hat es nicht kapiert!

:( Lana
[spoil]Depressionen und Angststörung Diagnose 9/05
11/05: Beginn Paroxetin
4/06-11/06 erste Absetzversuche gescheitert, Symptomverschlimmerung, wieder Beginn mit 20 mg
5/07 30 mg Paroxetin
von 2/08 bis 9/08 abgesetzt, zum Schluss mit Seroxat


12/08 Rückfall, Beginn mit 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 10 und 20 mg
5/10 0mg!

2/11 Rückfall Panik, Beginn 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 5 und 20 mg je nach Zustand
12/14 20mg

Jahr 2015
5.1.15 10mg
9.1.15 15 mg, Schmerzen in Rücken, Depri, heulen,....
1.2.15 12,5 mg
1.3.15 10mg erstaunlicherwesie ohne Probleme! freu
16.3.15 2 Krümelchen weniger, nach drei Tagen fängt der miese Schwindel an, aber ich halte durch. Ansonsten nur Übelkeit und blöde Träume
10.04.15 schätzungsweise bei 8mg angekommen.
25.04.15 Umstellung auf Seroxat 4 ml
27.04.15 wieder 8 mg Paroxetin, Seroxat war Hölle. Finde keinen Schlaf mehr, stattdessen nervöse Unruhe mit Übelkeit, Depri, völliger Kraftverlust
29.04.15 wieder 10mg Paroxat, muss raus aus diesem Loch, sonst geh ich kaputt!!!
24.4.15 Hoch auf 15 mg. Burn Out. Nichts geht mehr. Fühl mich total wie ein Versager
01.06.15 20mg auf anraten vom Doc.
habe nicht das Gefühl dass es überhaupt noch wirkt!
01.07.15 15 mg So, erneuter Versuch und diesesmal SCHAFFE ICH ES !!!!
18.07.15 wieder 17,5 mg, seit 12.07. jeden Tag mehr Angst, Unruhe, nervosität, Übelkeit
07.09.15 17 mg 28.09.15 15 mg , zwei Tage gut, dann massiv Ängste und Panik
01.10.15 16mg finde mit der Reduktion leider überhaupt keine Ruhe , darum:
30.10.15 16,5 mg = 0,200g auf der Feinwaage
[highlight=yellow]Ab jetzt Reduktion mit Mikrotapering[/highlight]
......wöchentliche Reduktion um 0,25mg......
19.12.15 [highlight=yellow]15,00mg[/highlight]
.......ab Mai alle 5 Tage Reduktion um 0,25 mg, der Versuch ging allerdings schief, lassen wir es bei alle 7 Tage!
02.12.2016[highlight=yellow]5,00mg[/highlight] :party2:
01.01.17 4,75mg
26.01.17 4,50 mg
06.02.17 4,25mg schlimmer Schub mit Depri, Nervosität, extreme Rückenschmerzen, könnt nur heulen, aber das bringt auch nix! Erstmal Absatzpause, so deprimierend es ist
01.03.17 aufdosiert 4,75mg nachdem es immer schlimmer wurde. Voll Depri, kein Schlaf mehr ab 3 Uhr morgens, nervöse Unruhe, mag nicht mehr.
Nach 3-4 Tagen :Schlaf wird besser, zum Glück, aber immer noch in einem Loch drinnen....
16.03.17 Schlaf wurde weiter immer schlimmer, nur noch 2-3 Stunden, dann wach, nervös, Übel, kann nicht mehr. Aufdosieren auf 5 mg

29.04.17stehe jetzt ca. bei 4mg

30.06.17 3mg

31.08.17 2mg

es geht voran, sogar ganz gut! Habe das Gefühl das Schlimmste ist vorüber mit der großen Welle vom Frühjahr

25.09.17 0!!!!




:schnecke: :schnecke:[/spoil]
LinLina
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von LinLina »

Hallo Lana :-)

Die Idee, dass Depressionen durch chronische Entzündungen ausgelöst werden könnten, ist schon älter, aber bisher ist dabei nicht viel sinnvolles an Behandlung rausgekommen - eine Lebensstil und Ernährungsänderung ist in diesem Zusammenhang aber sicher einen Versuch wert.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die meisten Antidepressiva auch mehr oder weniger leicht entzündungshemmend wirken.

weißt du vielleicht noch, welches "Antibiotikum" das sein soll?

Antibiotika wirken gegen Bakterien, nicht gegen Entzündungen. Ich sehe den Sinn darin nicht, außer es ist eine bakterielle Infektion nachgewiesen.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
Lana19
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Lana19 »

Hallo Lina

Minocyclin sagte sie.

Alternativ könnte ich Rephalysin10 nehmen. Das ist naturheilkundlich. Oder Myrrinil intest. Für den Darm.

Weil das Darmhirn mit dem Kopfhirn verbunden wäre und so alles heulen würde.

Ich nehme gar nix davon und werde es auch nicht tun. Brauche keine Experimente mehr!

Lana
[spoil]Depressionen und Angststörung Diagnose 9/05
11/05: Beginn Paroxetin
4/06-11/06 erste Absetzversuche gescheitert, Symptomverschlimmerung, wieder Beginn mit 20 mg
5/07 30 mg Paroxetin
von 2/08 bis 9/08 abgesetzt, zum Schluss mit Seroxat


12/08 Rückfall, Beginn mit 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 10 und 20 mg
5/10 0mg!

2/11 Rückfall Panik, Beginn 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 5 und 20 mg je nach Zustand
12/14 20mg

Jahr 2015
5.1.15 10mg
9.1.15 15 mg, Schmerzen in Rücken, Depri, heulen,....
1.2.15 12,5 mg
1.3.15 10mg erstaunlicherwesie ohne Probleme! freu
16.3.15 2 Krümelchen weniger, nach drei Tagen fängt der miese Schwindel an, aber ich halte durch. Ansonsten nur Übelkeit und blöde Träume
10.04.15 schätzungsweise bei 8mg angekommen.
25.04.15 Umstellung auf Seroxat 4 ml
27.04.15 wieder 8 mg Paroxetin, Seroxat war Hölle. Finde keinen Schlaf mehr, stattdessen nervöse Unruhe mit Übelkeit, Depri, völliger Kraftverlust
29.04.15 wieder 10mg Paroxat, muss raus aus diesem Loch, sonst geh ich kaputt!!!
24.4.15 Hoch auf 15 mg. Burn Out. Nichts geht mehr. Fühl mich total wie ein Versager
01.06.15 20mg auf anraten vom Doc.
habe nicht das Gefühl dass es überhaupt noch wirkt!
01.07.15 15 mg So, erneuter Versuch und diesesmal SCHAFFE ICH ES !!!!
18.07.15 wieder 17,5 mg, seit 12.07. jeden Tag mehr Angst, Unruhe, nervosität, Übelkeit
07.09.15 17 mg 28.09.15 15 mg , zwei Tage gut, dann massiv Ängste und Panik
01.10.15 16mg finde mit der Reduktion leider überhaupt keine Ruhe , darum:
30.10.15 16,5 mg = 0,200g auf der Feinwaage
[highlight=yellow]Ab jetzt Reduktion mit Mikrotapering[/highlight]
......wöchentliche Reduktion um 0,25mg......
19.12.15 [highlight=yellow]15,00mg[/highlight]
.......ab Mai alle 5 Tage Reduktion um 0,25 mg, der Versuch ging allerdings schief, lassen wir es bei alle 7 Tage!
02.12.2016[highlight=yellow]5,00mg[/highlight] :party2:
01.01.17 4,75mg
26.01.17 4,50 mg
06.02.17 4,25mg schlimmer Schub mit Depri, Nervosität, extreme Rückenschmerzen, könnt nur heulen, aber das bringt auch nix! Erstmal Absatzpause, so deprimierend es ist
01.03.17 aufdosiert 4,75mg nachdem es immer schlimmer wurde. Voll Depri, kein Schlaf mehr ab 3 Uhr morgens, nervöse Unruhe, mag nicht mehr.
Nach 3-4 Tagen :Schlaf wird besser, zum Glück, aber immer noch in einem Loch drinnen....
16.03.17 Schlaf wurde weiter immer schlimmer, nur noch 2-3 Stunden, dann wach, nervös, Übel, kann nicht mehr. Aufdosieren auf 5 mg

29.04.17stehe jetzt ca. bei 4mg

30.06.17 3mg

31.08.17 2mg

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Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

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Beitrag von Arianrhod »

Zum Thema "Antibiotikabehandlung bei Depressionen, chronischen Schmerzen und PTBS " gab es heute einen Artikel bei doccheck :
http://news.doccheck.com/de/blog/post/6 ... lock=25487

ich fand interessant, dass in manchen Fällen doch wirklich eine Infektion hinter psychischen Veränderungen stecken kann. In diesem Fall wären Psychopharmaka ja geradezu ein Behandlungsfehler - statt Bakterien zu bekämpfen überdeckt man Symptome. Das wäre so ähnlich, als würde man eine Blinddarmentzündung mit Schmerzmitteln behandeln.
Leider geht der Artikel nicht auf diese Fragestellung ein - sondern beschäftigt sich nur damit , dass im Hinblick auf mögliche Resistenzen ja dann noch mehr Antibiotika verordnet werden würden als vorher .

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Kimeta
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Kimeta »

Hallo Ihr Lieben,

NDR Visite sammelt für seine nächste Sendung am 02.05.2017 Fragen zum Thema Antidepressiva: hier weitere Infos.

Viele Grüße
Kimeta

Zitat:

Antidepressiva: Wirksame Mittel nicht leichtfertig einsetzen

Sie können Menschen mit schweren Depressionen helfen, sie können aber auch selbst Probleme verursachen. Unter diesem Aspekt beobachten Experten mit Sorge, dass die Verschreibung von Antidepressiva in den letzten 20 Jahren sprunghaft angestiegen ist.

(...)

Haben Sie eine Frage zu den oben genannten Themen? Machen Sie mit und schicken Sie unserer Moderatorin Ihre Frage per E-Mail (Anmerkung Kimeta: Formular am Ende der verlinkten Seite) oder rufen Sie uns an: Tel. (08000) 11 77 44. Der Anruf ist kostenfrei.

Die wichtigsten Fragen werden ausgewählt und während der jeweiligen Sendung unseren Experten gestellt. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aufgrund der großen Nachfrage Ihre Fragen nicht persönlich beantworten können.
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 23.12.2021: 0,70 mg

Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:
Arianrhod
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod »

Dieser Artikel ist schon von 2008 (!) - dennoch geht die Verschreibung in Pflegeheimen und bei Kindern ja "munter" weiter :x
ondon – Eine kleine randomisierte kontrollierte Studie im Lancet (2008; 371: 57-63) stellt den „großzügigen“ Einsatz von Neuroleptika bei aggressiven Verhaltensstörungen infrage. In der Studie erzielte Placebo eine bessere Wirkung als zwei häufig eingesetzte Wirkstoffe.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... gressionen

Beachtenswert eventuell, dass alle drei gegebenen Substanzen : Risperidon, Haloperidol und das Placebo eine messbare Wirkung erzlielten - das Placebo jedoch am besten abschnitt.
Die gute Wirkung des Placebos führt Tyler, Vorsitzender der British Association for Behavioural and Cognitive Psychotherapies, der psychotherapeutische Ansätze befürwortet, auf die vermehrte Aufmerksamkeit zurück, die den Patienten im Rahmen der Studie zuteil wurde
Menschliche Zuwendung ist also Psychopharmaka überlegen. Wundert mich nicht. Nur durch andere Menschen ( Tiere zählen da mit!) kann der Mensch etwas lernen , Tabletten können lediglich ruhigstellen.

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

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Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
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Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

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u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von LinLina »

Hallo :-)

ich vermute, dass der "positive Effekt" der gegebenen Medikamente bei allen Gruppen nur ein Plazebo-Effekt war, der bei den Psychopharmaka teilweise durch Nebenwirkungen verringert wurde, während das Plazebo besser wirkte da ohne unerwünschte Effekte.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Murmeline »

Hallo!

Dass menschliche Zuwendung Psychopharmaka überlegen ist, zeigt sich auch in dieser Argumentation:
https://www.springermedizin.de/sollten- ... ch/8064498

Weil eine nahe, menschliche Betreuung aber nicht Versorgungsalltag ist, greift der Vorsitzende der Deustchen Depresisonshilfe u.a. dann lieber doch gleich zu Medikamenten.
1. Studien, in denen Placebos nicht besser wirken als Antidepressiva, würden den Fehler machen, nicht zu berücksichtigen, dass in diesen Studien starke, unspezifische antidepressive Wirkfaktoren zum Tragen kommen würden, die zusammen mit der allein über den Zeitfaktor zu erwartenden Spontanbesserung zu hohen Placebo-Response-Raten von bis zu 50% führen. Diese unspezifischen Wirkfaktoren seien Hoffnungsvermittlung, Zuwendung, Aktivierung und Suggestion. Alle diese Faktoren würden in irreführender und nicht auf den Versorgungsalltag übertragbarer Weise den Behandlungsvorteil des Antidepressivums gegenüber der Kontrollbedingung reduizieren.
--> Er sagt also, dass die Studienteilnehmer so umsorgt werden, dass es ihnen besser gehe auch unter Placebo, was die Wirksamkeit von Antidepressiva in Frage stelle, was aber nicht die richtige Schlußfolgerung sei.

2. Studien, die zeigen, dass es Patienten mit Psychotherapie besser gehe als Patienten in Wartezeit auf Psychotherapie oder in reiner pharmakologischer Behandlung würden den Fehler machen, nicht zu berücksichtigen, dass die Menschen in der pharmakologischer Behandlungsgruppe frustriert seien und negative Gefühle hätten, weil sie nur in einer Kontrollgruppe ohne psychotherapeutische Behandlung seien (was übrgens Versorgungsalltag ist!) und sie deshalb weniger Verbesserung ihrer Symptome aufweisen würden. Diese Kontrollgruppe würde aus diesem Frust heraus die Wirksamkeit der Medikamente schlechter einschätzen. Die Kontrollgruppe mit psychotherapeutischer Behandlung würden zudem aus Tendenz zur sozialen Erwünschtheit und aufgrund der suggestive Wirkung des Therapeuten diesem stets zustimmen, dass das Therapieverfahren hilfreich gewesen sei.
siehe auch hier: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 06#p109206

Murmeline
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Nietzsche-Ente
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Nietzsche-Ente »

Hallo,
Arianrhod hat geschrieben:könntest du den Brief verlinken? würde mich sehr interessieren :)

das würde ich gerne machen, nur weiß ich selbst nicht, ob der Brief online lesbar ist... da müsste ich suchen - entschuldige bitte, dass ich da zu faul zu bin :roll:

Ich weiß allerdings, dass der BPE da bisher leider nichts erreichen konnte und die verantwortlichen Politiker nicht gesprächsbereit sind.


viele Grüße von der Ente
:schnecke: :schnecke: :schnecke:
carlotta
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von carlotta »

Hi Ihr,

geht hier gerade etwas kreuz und quer, aber einen Aspekt möchte ich noch ergänzen:
LinLina hat geschrieben:ich vermute, dass der "positive Effekt" der gegebenen Medikamente bei allen Gruppen nur ein Plazebo-Effekt war, der bei den Psychopharmaka teilweise durch Nebenwirkungen verringert wurde, während das Plazebo besser wirkte da ohne unerwünschte Effekte.
Das kann durchaus sein. Es gibt allerdings auch aktive Placebos, die eigens typische NW produzieren, damit die Studienteilnehmer nicht so leicht "entblindet" werden. Allerdings werden die nicht grundsätzlich verwendet, keine Ahnung, ob es hier so war.

Es gibt auch Patienten, die gerade aus den empfundenen NW unter PP schließen, dass ein Mittel wirkt. So können NW sogar noch zum
Placebo-Effekt beitragen bzw. diesen verstärken.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Murmeline »

[highlight=yellow]NDR bringt heute abend, 20:15 in VISITE das Thema Antidepressiva.[/highlight]

Zu den Themen:

Schmerzen lindern mit Osteopathie
Fettleber - die unterschätzte Gefahr
[highlight=yellow]Antidepressiva – Vorsicht beim Absetzen[/highlight]
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 35594.html

Bin gespannt und werde es mir anschauen - man munkelt, dass Betroffene selbst zu Wort kommen werden. :whistle:
mal schauen, was der NDR daraus gemacht hat.

Ist sicher dann auch in der Mediathek verfügbar, ich ergänze später um den Link,edit: hier ist er,
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/v ... 12990.html

Neuer Link:
https://www.youtube.com/watch?v=KirFj2mTn48

Diese Infos gibt es noch in einem zusätzlichen Artikel:
Medikamente gegen Depressionen (Anti-Depressiva) werden millionenfach verschrieben und eingenommen. Beliebt sind vor allem Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), weil sie in vielen Fällen recht schnell helfen und deutlich weniger Nebenwirkungen haben als frühere Anti-Depressiva. Doch Experten kritisieren, dass Anti-Depressiva oft zu schnell und ohne sorgfältige Diagnose verschrieben werden. Nach jahrelanger Einnahme können beim Absetzen einiger Mittel Entzugserscheinungen und Nebenwirkungen auftreten.

Symptome beim Absetzen von Anti-Depressiva
Wer bestimmte Anti-Depressiva nach einer Einnahmedauer von mehr als sechs Monaten absetzt, muss mit diesen Symptomen rechnen:
  • Wenige Tage bis maximal sechs Wochen nach dem Absetzen können vorübergehend grippeähnliche Beschwerden, Unruhe, Schlaflosigkeit, Gefühlsstörungen und Magen-Darm-Beschwerden auftreten
  • Beim sogenannten Relapse-Syndrom treten alte, depressive Symptome verstärkt auf.
  • Ein dauerhaftes (persistierendes) Entzugssyndrom kann neue und alte Symptome umfassen, Monate bis Jahre anhalten und ist oft schwierig, von einem Rückfall zu unterscheiden.

Reaktion des Körpers

Der Körper reagiert auf den Wegfall des Antidepressivums mit Gegenregulationsprozessen, die den Patienten noch empfänglicher für die Entwicklung einer Depression machen. Deshalb ist es entscheidend, das Medikament nicht abrupt abzusetzen, sondern es ganz langsam auszuschleichen. Als ideal gilt die schrittweise Reduzierung um jeweils zehn Prozent über ein Jahr. Auf diese Weise lassen sich schwere Krisen durch das Absetzen der Medikamente vermeiden. Niemals sollten Patienten Antidepressiva auf eigene Faust absetzen, die Absprache mit dem behandelnden Arzt ist unerlässlich.

Nicht selten werden die Entzugserscheinungen mit einem Wiederauftreten der Depression verwechselt und wiederum mit Antidepressiva – in höherer Dosierung – behandelt. Was genau sich im Gehirn unter dem Einfluss der Antidepressiva abspielt, ist bislang ungeklärt. Doch dass sich der Körper daran gewöhnt, ist sicher. Berliner Forscher wollen nun in einer Studie herausfinden, wer beim Absetzen von Antidepressiva von Rückfällen bedroht ist, und wer die Medikamente vermutlich ohne Probleme los wird.
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... on210.html
Zuletzt geändert von Murmeline am 03.05.2017 06:08, insgesamt 2-mal geändert.
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
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Lana19
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Lana19 »

Hallo,


ich könnt heulen, bin total durch den Wind. Wer hat eben Visite gesehen???
Peter Ansari und unser Forum hier.....wir müssten jetzt den Visite Chat sprengen! Ich hoff es ist ein guter Anfang in die richtige Richtung! Auch wen ich dem Arzt nicht in allem zustimme!

Lana
[spoil]Depressionen und Angststörung Diagnose 9/05
11/05: Beginn Paroxetin
4/06-11/06 erste Absetzversuche gescheitert, Symptomverschlimmerung, wieder Beginn mit 20 mg
5/07 30 mg Paroxetin
von 2/08 bis 9/08 abgesetzt, zum Schluss mit Seroxat


12/08 Rückfall, Beginn mit 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 10 und 20 mg
5/10 0mg!

2/11 Rückfall Panik, Beginn 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 5 und 20 mg je nach Zustand
12/14 20mg

Jahr 2015
5.1.15 10mg
9.1.15 15 mg, Schmerzen in Rücken, Depri, heulen,....
1.2.15 12,5 mg
1.3.15 10mg erstaunlicherwesie ohne Probleme! freu
16.3.15 2 Krümelchen weniger, nach drei Tagen fängt der miese Schwindel an, aber ich halte durch. Ansonsten nur Übelkeit und blöde Träume
10.04.15 schätzungsweise bei 8mg angekommen.
25.04.15 Umstellung auf Seroxat 4 ml
27.04.15 wieder 8 mg Paroxetin, Seroxat war Hölle. Finde keinen Schlaf mehr, stattdessen nervöse Unruhe mit Übelkeit, Depri, völliger Kraftverlust
29.04.15 wieder 10mg Paroxat, muss raus aus diesem Loch, sonst geh ich kaputt!!!
24.4.15 Hoch auf 15 mg. Burn Out. Nichts geht mehr. Fühl mich total wie ein Versager
01.06.15 20mg auf anraten vom Doc.
habe nicht das Gefühl dass es überhaupt noch wirkt!
01.07.15 15 mg So, erneuter Versuch und diesesmal SCHAFFE ICH ES !!!!
18.07.15 wieder 17,5 mg, seit 12.07. jeden Tag mehr Angst, Unruhe, nervosität, Übelkeit
07.09.15 17 mg 28.09.15 15 mg , zwei Tage gut, dann massiv Ängste und Panik
01.10.15 16mg finde mit der Reduktion leider überhaupt keine Ruhe , darum:
30.10.15 16,5 mg = 0,200g auf der Feinwaage
[highlight=yellow]Ab jetzt Reduktion mit Mikrotapering[/highlight]
......wöchentliche Reduktion um 0,25mg......
19.12.15 [highlight=yellow]15,00mg[/highlight]
.......ab Mai alle 5 Tage Reduktion um 0,25 mg, der Versuch ging allerdings schief, lassen wir es bei alle 7 Tage!
02.12.2016[highlight=yellow]5,00mg[/highlight] :party2:
01.01.17 4,75mg
26.01.17 4,50 mg
06.02.17 4,25mg schlimmer Schub mit Depri, Nervosität, extreme Rückenschmerzen, könnt nur heulen, aber das bringt auch nix! Erstmal Absatzpause, so deprimierend es ist
01.03.17 aufdosiert 4,75mg nachdem es immer schlimmer wurde. Voll Depri, kein Schlaf mehr ab 3 Uhr morgens, nervöse Unruhe, mag nicht mehr.
Nach 3-4 Tagen :Schlaf wird besser, zum Glück, aber immer noch in einem Loch drinnen....
16.03.17 Schlaf wurde weiter immer schlimmer, nur noch 2-3 Stunden, dann wach, nervös, Übel, kann nicht mehr. Aufdosieren auf 5 mg

29.04.17stehe jetzt ca. bei 4mg

30.06.17 3mg

31.08.17 2mg

es geht voran, sogar ganz gut! Habe das Gefühl das Schlimmste ist vorüber mit der großen Welle vom Frühjahr

25.09.17 0!!!!




:schnecke: :schnecke:[/spoil]
Antworten