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 ! Nachricht von: Oliver

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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Coldine
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Coldine »

Hallo,
nach meiner Gürtelrose wollte ich mich noch einmal melden und berichten, dass ich sie sehr gut überstanden habe. Keine Schmerzen mehr, nur noch einige dunklere Hautstellen, die an die Pöckchen erinnern. Außer ab und an eine Aspirin habe ich keinerlei Medikamente genommen.
Ich konnte auch in der letzte Zeit wieder viel mehr machen, es ging insgesamt viel besser.
Ich werde aber nach wie vor morgens um 7 Uhr mit Angst, Panik und einem Gefühl des Grauens wach. Dieser panikähnliche Zustand erreicht seinen Höhepunkt gegen 11 Uhr und dann geht es über den Tag langsam besser. Seit gestern geht es wieder um einiges schlechter. Das Beinezittern ging bis gestern spät abends und auch heute habe ich ganz starke Derealisation und Verschwommensehen. Allerdings könnte auch dasWetter eine Rolle spielen. Gestern waren es 32 Grad und dann die ganze Nacht Regen und ein riesiger Temperatursturz. Leider reagiere ich extrem auf Wetterumschwünge.
Nun kommt allerdings noch ein großes Problem auf mich zu. Nachdem ich jahrelang einen Zahnarztbesuch vermieden habe, bzw. es überhaupt nicht geschafft hätte, komme ich nun nicht mehr daran vorbei. Ich habe kurz vor der Gürtelrose eine Krone verloren. Damals war ich bei einem Zahnarzt, der leider feststellte, dass unter der Krone, die eine Teilprothese trägt alles marode und kariös ist. Es muss also einiges raus und es wird eine größere Sache.
Ich habe natürlich eine Heidenangst. Schon dieser sehr kurze Zahnarztbesuch war sehr schlimm. Mir wird total komisch, wenn der Stuhl weit nach hinten gekippt wird und ich bekomme dann kaum Luft. So etwas hatte ich früher nie. Dann kommt die Betäubungsspritze. Ich habemal gelesen, dass man darauf achten soll, dass sie kein Adrenalin enthält. Dabei ginge ich bestimmt durch die Decke. Ich vertrage noch nicht einmal Kaffee. Vielleicht auch so wenig wie möglich spritzen? Vielleicht kann mir da jemand raten? Ich werde sicher nicht erzählen,dass ich im 7. Jahr des Entzuges bin. Vom AD Entzug werde ich nichts erwähnen, sondern nur sagen, dass ich gerade Benzos abgesetzt hätte, mein Nervensystem noch verrückt spielen würde und ich deshalb keine Medikamente vertragen würde. Alles andere glaubt einem sowieso keiner.
Ich wäre also für jeden Ratschlag dankbar, auf was ich da noch achten soll.

Liebe Grüße
Barbara
2003 habe ich wegen nervöser Herzbeschwerden Lexotanil verordnet bekommen Habe je nach Bedarf 1,5-3 mg genommen.
Während der Einnahme hatte ich schon , ohne es damals zu wissen, Entzugsbeschwerden.
2005 kamen neben Schwankschwindel, Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen dann noch Lichtempfindlichkeit , Derealisation und Unwirklichkeitsgefühle dazu und mir wurde Cipralex verordnet um das Lexotanil auszuschleichen.
Oktober 2008 letzte Einnahme Lexotanil
März 2009 letzte Einnahme Cipralex nach langem Runterdosieren
Seit Januar Beschwerden, allerdings immer vorübergehend.
Seit Mai Zunahme der Beschwerden und ab Anfang August dauerhaft. Beschwerden sind z. Zeit: sehr starke Sehstörungen (Verschwommensehen, Akkomodationsstörungen) krampfartiges Gefühl ums Auge, Benommenheit, Gangunsicherheit (Gefühl seitlich wegzukippen), Schwindel selbst im Sitzen, Übelkeit, Durchfall, Schwitzen, extreme Träume, ständiger Harndrang, Kribbeln in Händen und Füßen, Kopfdruck, hochrotes Gesicht, Geühl Fieber zu haben
Murmeline
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Murmeline »

Guten Morgen, Barbara,

es ist gut zu lesen, dass Du die Gürtelrose gut überstanden hast.

Ganz kurz: zum Thema Zahnarzt haben wir hier Erfahrungen gesammelt, hast Du das schon mal gelesen?
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 192#p60192

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Monalinde
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde »

Hallo Barbara,

ich hatte neulich auch Karies unter einer Krone und auch Bedenken, wegen des Betäubungsmittels. Also, es ist gut gegangen. Die Behandlung hat über eine Stunde gedauert, ich bekam einen "neuen Zahn", der Zahnarzt war sehr sparsam mit der Betäubung und ist bekannt dafür, dass er sehr umsichtig mit Medikamenten umgeht. Ich glaube, er hätte es am liebsten ohne Betäubung gemacht, aber dass war mir zu unsicher.

Nach der Behandlung fühlte ich mich irgendwie total aufgedreht, hätte Bäume ausreissen können (Adrenalin), das hat sich aber dann schnell gelegt und ich fühlte mich einfach nur müde und erschöpft, vielleicht auch ein bisschen überängstlich. Aber da ich ohnehin in meinen Körper kein allzu großes Vertrauen mehr habe, könnte letzteres auch psychisch bedingt gewesen sein.

Im Zahnarztstuhl fühlte ich mich wie in einem Bett, eigentlich nicht beängstigend, eher unbequem für den Zahnarzt. Ich habe den Eindruck, dass die Ärzte ältere Leute im großen und ganzen etwas vorsichtiger behandeln, vielleicht wegen evtl. Komplikationen.

Dass du die Gürtelrose so gut überstanden hast, zeigt doch, dass dein Körper noch sehr viel Widerstandskraft besitzt. Meine dauerte seinerzeit drei Monate und endete schließlich in der Hautklinik.

Ich wache morgens auch noch oft mit leichten Depris, Angstgedanken und zitternden Händen auf, die sich dann im Laufe des Tages meistens verflüchtigen. Mir zeigt das, dass mein Nervenkostüm wegen des Langzeitentzugs noch immer nicht stabil ist.

Das sind die Erfahrungen, die ich gemacht habe, und ganz bestimmt nicht 1:1 zu übertragen sind.

Ich wünsche dir, dass alles nicht so schlimm wird, wie du dir vielleicht vorstellst.

LG Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.
Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie »

Hallo Barbara :hug: ,
danke für deine Rückmeldung wegen Gürtelrose. :)
Coldine hat geschrieben: Ich habemal gelesen, dass man darauf achten soll, dass sie kein Adrenalin enthält.
Ja,soweit ich weiß,gibt es das,Leute mit HIT sagen es beim Zahnarzt immer.
Sprich ihn daraufhin an,ich würde das auf alle Fälle machen und wenn er es extra bestellen muß und ich es selbst zahle - egal !
Risikominimierung :wink: .
LG
Nospie
Coldine
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Coldine »

Hallo,
schon wieder muss ich mich notfallmäßig melden. Gestern nachmittag war ich beim Zahnarzt. Ich war sehr zufrieden, sie hat mich sehr ernst genommen. Dadurch, dass ich lange nicht beim Zahnarzt war hat sich einiges angesammelt. Sie konnte an der Haltung und an meinem GAng sehen, dass ich eine totale Kieferfehlstellung habe durch eine nichtmehr sitzende Teilprothese. Mir würden zwischen Oberkiefer und Unterkiefer fast 2 cm fehlen. Sie hat mir dann eine Platte zwischen die Zähne geschoben, sofort hat sich die Beweglichkeit meiner HWS und mein Gang verbessert. Leider konnte sie den total kariösen Zahnrest nichtziehen, das müsste ein Chirurg machen, der imSeptember in ihre Praxis kommt. Sie hat mir dann den Zahn verschlossen mit einer Chlorhexamed Einlage. Seit 20 Uhr gestern abend habe ich dann die schlimmsten Zahnschmerzen meines Lebens bekommen, selbst Schmerzmittel halfen nicht mehr. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Nun muss ich gegen 10 Uhr wieder in die Praxis.Um den Zahn herum ist alles geschwollen, ich kann nicht mehr essen. Ich habe eine Riesenangst, dass ich um Antibiotika nicht mehr herumkomme oder in die Zahnklinik muss. Nur schon mal zur Vorsorge, gibt es ein Antibiotikum, was ganz gut verträglich ist? Fluorchinolone gehen nicht, das habe ich schon gelesen.

LG
Barbara
2003 habe ich wegen nervöser Herzbeschwerden Lexotanil verordnet bekommen Habe je nach Bedarf 1,5-3 mg genommen.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Sunnyrose »

Guten morgen Barbara

Oje. Das tut mir sehr leid und ich wünsche dir ganz schnell gute Besserung :hug:

Leider kann ich zu einem "guten Antibiotika" nichts sagen.
Aber es ist ganz gut, dass du über Fluorchinolone bescheid weisst und diese auf keinen Fall nehmen sollst.

Das einzige gute Antibiotika dass ich persönlich kenne ist das Kolloidale Silber. Das nützt dir jetzt jedoch in so einem akuten Notfall auch nicht viel. Ausser du hast es Zuhause.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... er#p126240

Antibiotika sind ja bei akuten starken Entzündungen ja notwendig und zum Glück gut wirksam. Es kann triggern, muss jedoch nicht sein.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen!

Liebe Grüsse
Deria
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.
Luna
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna »

Eigentlich ist kein AB gut aber im absoluten Notfall wird es wohl nicht anders gehen. Ich würde es dennoch nicht nehmen außer echt im schlimmsten Notfall. Eine Bekannte von mir hat extreme Hi und schlimme Chemikalienunverträglichkeit. Ihr mussten Zähne gezogen werden und einiges war extrem entzündet. Da sie gar kein AB nehmen kann nutzt sie alles natürliche also Kokosöl zum spülen und Homoöpathie. Sie spült auch noch mit was anderem aber das weiß ich nicht so genau. Müsste da fragen.
Seid dem letzten AB vor Jahren leidet sie unter Darmblutungen. Sie hat genetische Krankheiten und genetische Hi.
Nun du kannst somit noch andere Dinge probieren aber wenn nix geht dann AB und vielleicht fällst du um einiges zurück,weil AB wieder alles schwächt aber wenns nicht anders geht dann musst da wohl durch. Vielleicht geht auch alles gut. Wenn nichts anderes geht dann informier dich über ein schwaches AB das nicht so reinhaut.
Wünsche dir alles Gute
Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.
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Murmeline
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Murmeline »

[mod=Murmeline]@ Mockingjay,
ich hab Dir einen eigenen Thread erstellt:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=11927[/mod]
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
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Monalinde
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde »

Hallo ihr Lieben,

heute muss ich einmal einen Hilferuf senden. Mir geht es schlecht, wie schon lange nicht mehr. Vielleicht könnte es damit zu tun haben, dass ich vor 14 Tagen wegen einer gutartigen Geschwulst an der Leiste operiert worden bin, unter Vollnarkose. Die ersten 14 Tage hatte ich zwar mit dem Wundschmerz zu tun, aber ansonsten ging es mir nicht schlechter als sonst. Im Gegenteil, ich fühlte mich nach der Narkose richtig gut.

Und jetzt überfallen mich Angs- und Unruhezustände und depressive Verstimmungen. Ich kann praktisch nichts mehr im Haushalt machen, renne wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend heule und zittere und bin froh, wenn der Tag zu Ende geht. Das kann man sich doch nicht alles einbilden oder doch, wo doch schon 14 Tage nach der Narkose rum sind.

Durch den Tod meines Mannes und die damit verbundenen Aufregungen hat mein gebeuteteltes Nervensystem eh schwer gelitten. Aber trotz allem war es nicht so wie jetzt.

Was meint ihr? Könnte das noch mit der Narkose in einem Zusammenhang stehen und was könnte helfen? Vielelicht steigere ich mich da auch bloß hinein, weil ich meine, dass es von der Narkose kommen könnte? Ach, ich bin vollkommen durch den Wind und ziehe mir die Bettdecke über den Kopf Tut mir leid, wenn ich so unreflektiert rüberkomme, aber mir geht es wirklich sehr bescheiden.

Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

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Mockingjay
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mockingjay »

Liebe Mona

Versuche, möglichst ruhig und tief zu atmen.
Lege dich auf das Bett hin in Embryostellung (ohne Decke), schliesse für einen Moment deine Augen, Bleibe so für 15 Minuten liegen. Drehe dich auf den Rücken, lege Deine Hände auf den Bauch und spüre, wie sich der Bauch hebt und senkt beim Ein- und Ausatmen.

Geh ein bisschen spazieren draussen - das hilft.

Eine OP ist immer ein Eingriff für den Körper, egal wie klein/gross und ich kann mir vorstellen, dass Du/wir länger für die Erholung brauchen.

Hoffe ich konnte Dir etwas helfen.

Liebe Grüsse
Mockingjay
Meine Geschichte: viewtopic.php?f=18&t=11927

-------------------------------------------------------------------------------------------
Absetztagebuch:
Fluoxetin ab 2002 10mg (Angststörung), 2004 kaltes Absetzen ohne Probleme. 2000-2007 Drogenkonsum. Ab 2006 Wiederbeginn mit 20mg. Diagnose Borderline. Ab 2008 etliche gescheiterte Absetzversuche.
2016-2018:
Juni 2016 direkt von 20 auf 15mg -> schwere Probleme nach 2-3 Monaten, wieder aufdosiert.
Neuer Versuch ab Januar 2017 mit 1mg Schritten bis auf 10mg ab September 2017. 6 Monate Absetzpause.
Ab 18.04.2018 wieder rauf auf 15mg wegen akuter Suizidgefahr aufgrund neuer Jobsitutation. Anfang Juni während stationärem Aufenhalt auf 20mg und Abbruch des Absetzversuches bis auf weiteres. Seit Mai 2018 nicht mehr berufstätig. Beginn Abklärng Frührente (IV).
2019:
05.02. Reduktion auf 15mg.
Jahrgang 1974.
Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie »

Hallo Mona ,
erst mal ganz viel :hug: !
Monalinde hat geschrieben: Das kann man sich doch nicht alles einbilden oder doch, wo doch schon 14 Tage nach der Narkose rum sind.
Du bildest dir das nicht ein !
Ich kenne das aus Erfahrung.
Monalinde hat geschrieben: Durch den Tod meines Mannes und die damit verbundenen Aufregungen hat mein gebeuteteltes Nervensystem eh schwer gelitten. Aber trotz allem war es nicht so wie jetzt.
Ich hatte ja letztes Jahr heftigen emotionalen Stress,der hat auch nicht so getriggert wie Medikamente / Narkose.
Wir sind hyperempfindlich auf alle möglichen Substanzen,wird wohl leider noch länger so sein.
Mockingjay hat geschrieben: Versuche, möglichst ruhig und tief zu atmen.
Das ist wichtig. Und trinke genug.
Das ZNS ist gereizt ,es wird vergehen.
Der Körper muß sich erholen.
Es ist der Wahnsinn .....
Ich kenne das.
LG
Nospie :group:

Nachtrag: Wir müssen mit Medikamenten und OPs aufpassen,alles was nicht WIRKLICH wichtig ist
und auch mal gefahrlos verschoben werden kann werde ich verschieben.
Gilt natürlich nicht für lebensnotwendige Sachen :!:
Monalinde
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde »

Danke Mockingjay, ich werde es versuchen. Vielleicht ist es auch gar nicht so beängstigend, wie es aussieht. Deine Hilfe tut so gut. Vielleicht melde ich mich später wieder, wenn es besser werden sollte.
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von padma »

liebe Mona, :)

das hört sich schlimm an, lass dich mal :hug:

Vollnarkose ist ja als Symptomtrigger bekannt, du bildest dir das bestimmt nicht ein. Symptome können ja zeitverzögert auftreten.

Ruh dich aus.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass diese Welle sich zügig legt. :hug:

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt
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Was finde ich wo im Forum

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde »

Danke, dass ihr da seid. Ich fühle mich jetzt zu Tode erschöpft, aber besser. Ich hatte so etwas noch nie.

Dabei war es nur eine kurze Vollnarkose, es musste ein Atherom, auf das sich ein vereiterter Abzess gepfropft hatte, kurzfristig entfernt werden.
Ach, und ich bin so allein, kein Mann mehr da und auch sonst gar niemand. Es ist zum Heulen! Mir ist hundeelend, aber besser und ich friere.

Irgendwie hat es mich aber auch beruhigt, dass ihr auch solche Zustände kennt. Ihr seid Gold wert!

So, und nun wieder ins Bett.

Mona
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina »

Liebe Mona,

ich bin noch jung, aber vertrage auch Narkose ganz schlecht - ich kenne es auch, dass es mir zuerst noch gut geht, sogar besser als vorher, und dann, nach einer Weile, passiert das Gegenteil. Es wird sich wieder beruhigen, das braucht Zeit, aber ich bin mir ziemlich sicher dass es damit zu tun hat.
Ach, und ich bin so allein, kein Mann mehr da und auch sonst gar niemand. Es ist zum Heulen! Mir ist hundeelend, aber besser und ich friere.
:hug:

Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Murmeline »

Liebe Mona,

ich habe heute viel an Dich gedacht. Ich hoffe, Du konntest es durchstehen und noch mehr hoffe ich, morgen geht es schon ein klitzekleines bisschen besser.

Grüße, Murmeline
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde »

Danke, euch allen. Ich bin sehr gerührt und hoffe für heute auf einen besseren Tag. Ihr glaubt gar nicht, wie es ist, wenn man in einer verzweifelten Situtation Zuspruch bekommt. Alles ist dann nicht mehr ganz so schlimm und die Übung, die Mockingjay empfohlen hat, hat mir wirklich sehr geholfen, weil sie der ganzen Situation das Bedrohliche genommen hat.

Ich bin halt psychisch down, obendrein, wegen der schwierigen Lebenssituation mit meinem kranken Sohn, dem es zur Zeit trotz allem ganz gut geht,

dem Alleinsein, den vielen Anforderungen, die nach dem Tod meines Mannes auf mich zukamen, dem Entzug und jetzt auch noch der OP.

Menschen, auf die ich mich in Notsituationen zu verlassen glaubte, haben mir die kalte Schulter gezeigt. Ich verstehe es einfach nicht! Ich frage mich ständig, was an mir falsch ist. Irgend etwas muss es doch sein, vielleicht habe ich eine falsche Erwartungshaltung aufgebaut,vielleicht sind sie einfach nur so sehr mit ihrem eigenen schönen Leben beschäftigt, dass für sie andere nicht mehr zählen wollen. Das ist einfach shit,

aber es hilft ja alles nichts, ich muss mich irgendwie wieder aufrappeln, irgendwie, und ich bin froh, dass es dieses Forum gibt,das oft über das hinausgeht, was die Dinge des Entzugs betrifft. Man trifft selten so viele tolle Menschen wie hier.

Alles Liebe, Euch

Mona


!
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Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.
padma
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von padma »

liebe Mona, :)
Menschen, auf die ich mich in Notsituationen zu verlassen glaubte, haben mir die kalte Schulter gezeigt. Ich verstehe es einfach nicht! Ich frage mich ständig, was an mir falsch ist. Irgend etwas muss es doch sein, vielleicht habe ich eine falsche Erwartungshaltung aufgebaut,vielleicht sind sie einfach nur so sehr mit ihrem eigenen schönen Leben beschäftigt, dass für sie andere nicht mehr zählen wollen. Das ist einfach shit,
Es ist nichts falsch an dir. Dass sich Menschen von einem zurückziehen, wenn es einem über längere Zeit nicht gut geht, ist leider "normal". So gut wie alle Betroffene mit chronischen Erkrankungen oder langandauernden Schwierigkeiten, machen diese Erfahrung.

Bei mir ist das auch so, ich habe seit ich im Entzug bin, mehrere gute Freundinnen verloren.
Es ist sehr schmerzhaft und traurig, :( aber so ist es eben.

Du bist völlig in Ordnung, es liegt nicht an dir :hug:

liebe Grüsse,
padma
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Sunnyrose »

Liebe Mona :hug:
Monalinde hat geschrieben:Ich bin halt psychisch down, obendrein, wegen der schwierigen Lebenssituation mit meinem kranken Sohn, dem es zur Zeit trotz allem ganz gut geht, dem Alleinsein, den vielen Anforderungen, die nach dem Tod meines Mannes auf mich zukamen, dem Entzug und jetzt auch noch der OP.
Ich umarme dich und fühle mit dir :hug: das ist sehr sehr viel und du hast echt mein tiefstes Mitgefühl <3

Alles was die Kinder betrifft ist für uns seelisch sehr intensiv. Es gibt, nach meiner Meinung, keine tiefere Liebe. Und ich bin froh, dass es deinem Sohn trotz allem gut geht.

Dann der Verlust deines Mannes :( ich bin echt gerührt liebe Mona. Ich habe auch einen grossen Verlust gehabt und ich kann einfach nur wortlos mitfühlen.... ❤

Wegen der OP und Narkose. Du bildest dir wirklich nichts ein. Ich habe am 13.4.16 mein Knie operieren lassen und danach ging es mir ganz schlecht. Alpträume. Ängste und einfach ne ganze Zeitlang viele Symptome. Habe jedoch erst ein wenig später hierher und viele Erklärungen warum und weshalb gefunden :group: das hilft so sehr und beruhigt ungemein :)
Monalinde hat geschrieben:Menschen, auf die ich mich in Notsituationen zu verlassen glaubte, haben mir die kalte Schulter gezeigt. Ich verstehe es einfach nicht! Ich frage mich ständig, was an mir falsch ist.
Diese schmerzhafte Erfahrung musste ich auch machen. Tatsächlich haben mir Menschen geholfen, von denen ich nichts erwartet habe und ich zum Teil sogar nur flüchtig kannte.

Nichts ist falsch an dir/uns. Die meisten Menschen können nicht mit solchen Situationen umgehen. Und sind nicht fähig einem beizustehen. Ich habe daraus gute Freunde gewonnen und von Anderen hab ich mich distanziert, vorallem von denen, die sich immer auf mich verlassen konnten. Obwohl ich im Notfall doch noch für sie da bin.
Monalinde hat geschrieben:ich bin froh, dass es dieses Forum gibt,das oft über das hinausgeht, was die Dinge des Entzugs betrifft. Man trifft selten so viele tolle Menschen wie hier.
Ich auch! Und das gilt genauso für dich Mona <3

Liebe Grüsse
Deria
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.
Coldine
Beiträge: 356
Registriert: 09.03.2009 15:25
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Coldine »

Liebe Monalinde,
es tut mir so leid, dass es Dir so schlecht geht. Es hängt sicher mit der Narkose zusammen und sei sicher, es vergeht wieder. An Dir ist überhaupt nichts falsch, auch ich kenne das, dass der Freundeskreis immer kleiner wird. Die Leute sind mit ihrem "normalen" Leben beschäftigt und wenn man immer sagen muss, ich kann nicht und jahrelang vom Entzug erzählt, das glaubt einem doch keiner mehr.
Ich hatte vor einer Woche eine ganz komplizierte Zahn Op und danach hätte ich auch Bäume ausreißen können. Nach 2-3 Tagen merkte ich dann doch wieder verstärkt den Entzug, aber alles auszuhalten.
Aber auch positive Nachrichten beuteln unser Nervensystem manchmal. Gestern hat meine älteste Tochter zwei Monate zu früh Zwillinge per Kaiserschnitt entbunden und ich merke auch das. Bei uns ist zur Zeit so viel los, das ich gar keine Zeit für den Entzug hätte. Aber man wird ja nicht danach gefragt.
Liebe Monalinde, sei ganz fest gedrückt und ich denke an Dich. Sei Dir ganz sicher, es wird wieder besser. Versuche einfach etwas Ruhe zu finden.

Liebe Grüße
Barbara
2003 habe ich wegen nervöser Herzbeschwerden Lexotanil verordnet bekommen Habe je nach Bedarf 1,5-3 mg genommen.
Während der Einnahme hatte ich schon , ohne es damals zu wissen, Entzugsbeschwerden.
2005 kamen neben Schwankschwindel, Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen dann noch Lichtempfindlichkeit , Derealisation und Unwirklichkeitsgefühle dazu und mir wurde Cipralex verordnet um das Lexotanil auszuschleichen.
Oktober 2008 letzte Einnahme Lexotanil
März 2009 letzte Einnahme Cipralex nach langem Runterdosieren
Seit Januar Beschwerden, allerdings immer vorübergehend.
Seit Mai Zunahme der Beschwerden und ab Anfang August dauerhaft. Beschwerden sind z. Zeit: sehr starke Sehstörungen (Verschwommensehen, Akkomodationsstörungen) krampfartiges Gefühl ums Auge, Benommenheit, Gangunsicherheit (Gefühl seitlich wegzukippen), Schwindel selbst im Sitzen, Übelkeit, Durchfall, Schwitzen, extreme Träume, ständiger Harndrang, Kribbeln in Händen und Füßen, Kopfdruck, hochrotes Gesicht, Geühl Fieber zu haben
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