meine Tageshöchstdosis lag bei 10 Tabletten. Also 60mg.
Traurig ich weiß, schäme mich auch dafür.
Ich glaube , da brauche ich mich nicht zu wundern, dass ich nicht schlafen kann.
LG.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 36#p147636Hallo, Ihr Lieben,
ich bin seit Anfang März 2016 Benzo-frei und mir geht es
prima.
07/2015 hatte ich während einer schweren depressiven Episode mit Suizidalität in der Klinik zuerst Diazepam
(15 mg/Tag) bekommen. Später erhielt ich Lorazepam. Das Ausschleichen
begann schon in der Klinik - von 3 mg/Tag runter auf 0,5 mg/Tag. Bis dahin relativ problemlos.
Wie so oft kamen die Probleme danach zu Hause.
Angst, Schlafstörungen, Schwindel, Schmerzen, usw.
Ich habe mich in dieser Zeit versucht abzulenken, bin zur Massage gegangen, habe Bäder genommen und auf Ruhe geachtet.
Ca 2 Monate nach 0 mg war ich wieder die Alte.
Es ist nichts mehr übrig vom Entzug. Allerdings merke ich
jetzt, dass mir aus der Benzo-Zeit einige Erinnerungen fehlen. Soviel zur Amnesie durch Benzos...
Fazit: uff, geschafft!
Hier sein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=11468Hallo liebe afdler ich wollte euch mitteilen das ich seit einem Monat auf null bin mit meiner Dosis und sich wirklich ab 5 mg nichts mehr verschlechtert hat also bis jetzt keine wirklichen Entzugs erscheinungen ausser gelegentlich schwindel und natürlich eine gewisse innere Unruhe aber wohl eher weil es irgendwie noch ungewohnt ist ohne Tabletten durch den Tag zu gehen und e vll etwas aus Angst davor sie irgendwann wieder zu benötigen . Na ja ansonsten würde ich sogar sagen das sich psychisch einiges verbessert hat wieder mehr Emotionen lebendiger die Welt scheint realer , greifbarer was noch etwas schwierig ist aber war ja schon während des abdosieren ein Problem die Flut an Emotionen kommplet in den Griff zu bekommen es ist teilweise noch ein Wechsel Spiel zwischen hoher Euphorie , plötzlich depressive verstimmung und normal zustand. Aber es ist in Ordnung ich lerne mehr und mehr damit umzugehen und bei all den Gefühlsschwankungen was nicht immer angenehm ist es ist trotzdem um Welten besser als nichts oder alles gedämpft zu empfinden. Na ja ich hoffe ich kann auf null bleiben und hoffe ich kann jemanden von euch mut machen und das es anscheinend nicht immer so laufen muss das noch Monate nach dem absetzen alle möglichen Körperlichen Beschwerden und totale Depression herrscht , so ist es jedenfalls bei mir bis jetzt . Mir sind die absetz Symptome im hochdosierten Bereich sogar wesentlich schlimmer in Erinnerung bei den letzten 20 Schritten glaube ich war es wirklich von höchster Wichtigkeit das ich mir die Zeit genommen habe die ich brauchte , kein Druck vom Arzt , kein Druck von mir selbst einfach abdosiert wenn es ging und wenn ich mich nicht danach fühlte mal ne Pause aber natürlich keine zu lange i wann muss es ja weitergehen . Na ja ich danke euch für eure Ratschläge und auch den anderen Beiträgen die ich im Forum gelesen habe und mir den ein oder anderen Tip holen konnte. Ihr könnt mir auch gerne eine pn schicken falls ihr spezielle Fragen habt. Liebe grüße Daniel
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 81#p175781Ich habe für dich einen Auszug aus dem Forum benzobuddies übersetzen lassen (von meiner amerikanischen Freundin - translater) und setze den Text - der öffentlich zugänglich ist - hier rein. Sie hat ihn geschrieben als sie knapp 5 Jahre nach dem Entzug war und es klingt sehr hoffnungsvoll. Der großte Irrtum ist das der Entzug bei 0 mg endet. Erst ganz langsam wird klar, es dauert wesentlich länger als gedacht und man muss mit mindestens 2 Jahren nach 0 rechnen bis eine richtige Besserung eintritt. Das zeigt wie potent das Mittel ist, wie es in den gesamten Hormonhaushalt eingreift, was es alles betrifft wie stark der Einfluss auf das ZNS ist und was es mit einem Körper alles macht wenn man es dann wegzieht. Die Folgen sind, glaube ich mittlerweile, noch nicht absehbar und jeder Tag mit weniger oder noch besser ganz ohne, ist ein echter Gewinn, du bist also auf der Gewinnerseite auch wenn es sich so nicht, oder noch nicht, anfühlt. Ich schicke dir ganz viel Hoffnung und Kraft und hier nun der Text. LG Chrissi
Meine Haut krabbelt nicht. Mein Verstand ist nicht mehr besessen.
Mein Herz rast nicht. Ich bin nicht in einem Panic Zustand 24/7.
Jetzt kann ich mich entspannen und wieder Freude empfinden. Obwohl ich 60 bin, kommt mein Muskeltonus wieder. Ich weiss, ich hätte mich bewegen sollen aber ich konnte nicht weil ich jahrelang nicht geschlafen habe. Jetzt bekomme ich mein physische Ausdauer wieder und zwar schneller als ich für möglich gehalten habe. Ich hatte 50 Pfund verloren und jetzt habe ich 10 Pfund wieder zugenommen.
Meine Falten wirken weicher. Meine Haare fühlen sich nicht mehr wie Stroh an. Ich kann an die Vergangenheit klar erinnern und ohne Schuld Gefühle. Ich kann wieder Entscheidungen treffen ohne ängstlich zu sein. Jemand kann mir sagen dass sie beschäftigt sind ohne dass ich gleich das schlimmste annehme oder denke dass ich etwas falsch gemacht habe. Ich kann wieder denken und mich natürlich benehmen. Ich kann wieder fernsehen und geniessen es wieder Musik anzuhören. Ich kann über Benzoentzug und Genesung sprechen ohne zu zittern und ohne mich schlecht zu fühlen.
Das Leben ist wieder gut. Ich war unsicher dass ich das je wieder sagen wurde. Aber, es ist endlich passiert.
Bitte Mut fassen! Wenn Sie erkrankt sind, der Alptraum hat ein Ende!
Bei mir hat der Alptraum knapp 5 Jahre gedauert. Das letzte Jahr musste ich einsehen wie schlimm der Zustand meiner persönliche Beziehungen waren. Ich musste die Beziehung mit meiner erwachsene Kindern wieder aufbauen. Ich musste den Verlust meiner beste Freundin seit 25 Jahre acceptieren.
Jetzt kann ich wieder anfangen und ein normals Leben führen. Ich fühle mich wieder stark. Durch Schwierigkeiten habe ich soviel gelernt. Alles was ich gelernt habe wird mich gute Dienste leisten für den Rest meines Lebens. Aus der Not, lernte ich mit Wut umzugehen. Ich habe gelernt geduldig zu sein. Ich habe gelernt meine Mitmenschen nicht so streng zu beurteilen weil man nie weisst was ein andere Mensch durchmacht.Ich habe gelernt Abstand zu nehmen von meinen Gedanken---egal wie unablässig sie waren. Ich habe Vergeben gelernt und bin froh dass Menschen in meinem Leben mich vergeben konnten. Ich kann mit autistische Menschen mich identifizieren weil durch meine Emotionen war ich gefangen und konnte das nicht ausdrucken. Ich habe gelernt mich nie zu entschuldigen dass ich auf mich und meine Gesundheit aufpassen muss. Ich musste einige Menschen aus meinem Leben streichen weil sie mir Stress verursacht haben und dadurch meine Krankheit exacerbiert haben. Zuerst hatte ich deswegen Schuldgefühle aber lernte wer genau meine echt Freunde waren. Leider habe ich meine Tochter sehr verletzt. Ich war Unfähig sie zu verstehen und ihre Gefühle nachzuvollziehen. Ich habe Hoffnung dass diese Beziehung sich verbessern wird.
Besondere Anlässe in der Familie waren nervenaufreibend für mich. Ich habe mich und meinen Man unter Druck gesetzt: alle sollten glücklich sein. Dadurch habe ich die Freude und Spontanität keine Chance gegeben. Es war unmöglich für mich zu entspannen. Jetzt kann ich das!
Jetzt wo ich wieder mich selber bin, hoffe ich zu beweisen dass ich keine neurotische und unaufmerksame Mutter bin. Ich habe erfahren wie stark ich wirklich bin---ein unglaubliches Gefühl. Es ist kaum zu glauben dass diese Alptraum ein Ende nimmt. Ich bin echt mir selber wieder und brauche niemanden was vorzumachen.
Ich hatte schon viele Probleme als ich krank wurde. Aber endlich habe ich meine emotionale Schwierigkeiten aufgearbeitet und fühle mich richtig erleichtert und glücklich.
http://www.benzobuddies.org/forum/index ... c=166286.0