Herr Hegerl mal wieder...
Auf Spiegel online
http://www.spiegel.de/gesundheit/psycho ... -box-pager
Hallo Eva, doch hier ist er:Eva hat geschrieben:Hallo Jamie,![]()
leider finde ich unter dem Link den Artikel nicht. Bin ich zu dumm dazu?
Bin bei der Suche aber auf einen interessanten Beitrag zum Thema Alzheimer gestoßen. Es wird Zeit, dass wir neuen Ansichten Raum geben.
Lieber Gruß, Eva
Der hippokratische Eid ist ein Symbol für das ärztliche Berufsverständnis. Die moderne Version davon gibt es seit fast 70 Jahren. Nun wurde sie geändert: Erstmalig wurde die Patientenautonomie aufgenommen. Auch sollen Ärzte ihr Wissen teilen, und Respekt gegenüber Studenten und Kollegen zeigen.
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Überfällige Änderungen
Nach Ansicht des Tübinger Medizinethikers Urban Wiesing handelt es sich um die „wichtigste und umfangreichste Überarbeitung“ des Genfer Gelöbnisses. „Zum ersten Mal wurde die Autonomie des Patienten aufgenommen“, sagt Wiesing. „Das war überfällig.“ Der studierte Arzt und Philosoph berät den Weltärztebund in ethischen Fragen und war auch selbst an der Überarbeitung beteiligt.
Vertreter von Medizinstudenten hatten zudem den Vorschlag eingebracht, dass Ärzte anders als bisher nicht nur ihren Lehrern gegenüber die „gebührende Achtung und Dankbarkeit“ erweisen sollen. So sollen Mediziner nach der neuen Version nun auch ihren Kollegen und Studenten gegenüber den nötigen Respekt zollen. Außerdem geloben Ärzte zukünftig, immer die Regeln der guten medizinischen Praxis einzuhalten – und sich um ihre eigene Gesundheit zu kümmern, um Medizin nach den höchsten Standards erbringen zu können. „Es gibt gute Belege, dass überarbeitete oder kranke Ärzte in der Gefahr stehen, keine gute Medizin zu praktizieren“, erläutert Wiesing.
[...]
Eva hat geschrieben:Hallo Olvier,
danke, sehr interessant.
Kannst Du die neue Formulierung (zur Patinentenautonomie) herausfiltern? Mir ist es leider nicht gelungen.
LG Eva
http://flexikon.doccheck.com/de/Genfer_ ... C%2BSearchDas Genfer Ärztegelöbnis wurde vom Weltärztebund verfasst. Es wurde erstmals von der 2. Generalversammlung des Weltärztebunds in Genf 1948 verabschiedet und mehrmals revidiert, u.a. im Rahmen der 22. Generalversammlung in Sydney 1968, bei der 35. Generalversammlung in Venedig 1983, bei der 75. Generalversammlung in Sun City 2006 und zuletzt bei der 68. Generalversammlung des Weltärztebunds im Oktober 2017 in Chicago. Von der jüngsten Version gibt es noch keine offiziell autorisierte deutsche Übersetzung.
Englische Version der Gelöbnisformel
"AS A MEMBER OF THE MEDICAL PROFESSION:
I SOLEMNLY PLEDGE to dedicate my life to the service of humanity;
THE HEALTH AND WELL-BEING OF MY PATIENT will be my first consideration;
I WILL RESPECT the autonomy and dignity of my patient;
Quelle :ebenda"Als Mitglied des medizinischen Berufsstandes verspreche ich feierlich, mein Leben dem Dienste der Menschlichkeit zu widmen.
Die Gesundheit und das Wohlergehen meiner Patienten sei meine erste Absicht.
Ich werde die Autonomie und die Würde meiner Patienten respektieren.
Ich hatte den betreffenden Artikel im SPON kommentiert , und als Antwort von einem anderen Kommentator bekommen, ich solle diese Diskussion doch den Fachleuten überlassen , denn "ein Facharzt der Psychiatrie kann genau nachmessen, welcher Neurotransmitter fehlt und den gezielt ersetzen."Annanas hat geschrieben:Oh, super - das war aber auch fällig - wenn man auf der Seite der "Deutschen Depressionshilfe" mal
rumliest, dann stehen einem die Haare zu Berge, wegen der getätigten Aussagen!
LG Anna
ebendaSie sieht keine ausreichende Evidenz für serotonerge Störungen bei Depressionen oder für dopaminerge Dysfunktionen bei Psychosen. In ihrem aktuellen Buch "The Bitterest Pills" bezweifelt sie, dass Psychopharmaka überhaupt in spezifischer Weise ein gestörtes Transmittergleichgewicht wieder herstellen.
Antipsychotika fahren ihrer Ansicht nach lediglich Hirnsysteme herunter, die eben auch für Psychosen benötigt werden. Eine Disruption, ähnlich brachial wie die EKT, nur eben medikamentös.