Annette hat geschrieben:An Phil, aber auch alle anderen
oh, das ehrt mich, aber die anderen Teilnehmer haben mir Wesentliches voraus - echte Absetz-Erfahrungen, dagegen steht nur mein Kombinierkasten. Im Zweifel würde ich eher auf Erfahrung setzen...
Zur Diagnostik kann ich aber schon was sagen.
Muss ich sogar.
Beschwerden:
Muskelschmerzen, -zuckungen, -krämpfe, mit betroffen auch die grossen Gelenke wie Knie u. Ellenbogen, Parästhesien, manchmal Tachykardien, Panik.
Mein Tipp: Somatisierungsstörung.
Dir ist hoffentlich klar, dass das keine Abwertung ist! Eine ernstzunehmende Sache, die in die Hand erfahrener Therapeuten gehört. Stichwort Psychosomatik, dummerweise gibt es dafür nicht gerade massig gute Kliniken oder niedergelassene Ärzte.
ACHTUNG: Es gibt einige Sachen, die man ausschließen müsste, bevor man diese Diagnose annimmt. EEG machen. Neurolog. Konsil: Hast Du schon.
Es gibt tatsächlich einige seltene, finstere Sachen, die ein unsicherer "Schulmediziner" befürchten könnte. Die nenne ich nicht, da sollen die mal hübsch selbst drauf kommen -> aber hoffentlich tut es keiner.
Anstatt die volle CT-/MRT-Breitseite usw. abzufeuern, sollten die sich lieber Deine Anamnese ansehen. Spart Nerven und solche Erlebnisse wie beim Neurologen (s.d.) !
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Noch was anderes:
Seit dem 23.2.05 Diagnose: Kleinhirnschädigung ( Hypothalamus ).
Du hast oben richtig geschrieben, Hypothalamus ist Zwischenhirn. Kleinhirn ist was anderes, das macht die Bewegungskoordination usw.
Allerdings würde mich bei dieser Art "Diagnose" gar nichts mehr wundern. Der könnte auch erzählen, Dein Kopf sitzt jetzt am Sprunggelenk. Kommt immer drauf an, was der Patient bereit ist zu glauben. Oder zu bezahlen.
Bitte versteh mich richtig: Ich hab nichts gg. Heilpraktiker, solange sie bei ihrem Zeug bleiben. Dieser Vertreter hier macht
Quacksalberei. Er behandelt eine
virtuelle Diagnose mit einer
virtuellen Therapie.
Sonst würde ich keine öffentliche Einschätzung dieser Art geben. Selbst in Behandlungen von HP. würde ich nicht reinreden wollen, denn die können manchmal sogar besser helfen als ein unwilliger, unaufmerksamer Arzt.
Aber hier ist die Grenze des Akzeptablen überschritten !!
Weiter... nein - ich unterbreche mich. Regt mich zu sehr auf. Nur wenn Du weitere Gründe hören willst, dann äußere ich mich weiter.
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Zusammenfassung:
So wie Du alles beschreibst, bist Du ein "Opfer" geworden, sowohl ungünstiger Umstände als auch des hiesigen Medizinbetriebs. Und jetzt bist Du dabei, auch noch Opfer eines Quacksalbers zu werden.
Diese Entwicklung sollte dringend unterbrochen werden!
Du brauchst einen umfassend informierten Arzt, der Dir ggf. auch mal Sachen klar sagt, ohne dabei beleidigend zu werden oder das Gefühl zu geben, nur ein Würstchen zu sein. Das bist Du nicht, und Du zeigst Dein Selbstbewusstsein.
Leider gibt es wenige solcher Ärzte. Selbst die, die es mal waren, geben oft im Lauf der Zeit auf. Die Konfrontation ist dann klar.
Ein bisschen wirkt das aus der Ferne wie Slapstick (bitte nicht missverstehen): Als Zuschauer sieht man den Zusammenprall kommen, man kennt den Ablauf solcher Verwicklungen; z.B. die Torte fliegt vorbei und trifft den Falschen usw.
Nur dass diese Sache hier ganz und gar nicht komisch ist. Weil Du keine Filmfigur bist, sondern echt, und weil Du schlimme Beschwerden hast.
Und das macht mir ernstlich ein Problem -> sowohl wg. eigener Beobachtungen bisher als auch deshalb, weil Du mich explizit darum angesprochen hast.
Ich fürchte, mir fällt keine Lösung ein... zumindest keine einfache, wenn überhaupt.
Daumen drückt
-PhilippRS.